Bei einer "Deregulierung" wird eine Regel, die bisher gegolten hat, aufgehoben. In der
Wirtschaft spricht man häufig von der "Deregulierung der Märkte". Gemeint ist damit, dass Handelsbeschränkungen aufgehoben werden. Deregulierungen stoßen nicht immer auf Zustimmung, denn dadurch wird sehr oft der
Wettbewerb auf dem Markt verschärft.
Innerhalb der EU gibt es zwischen den Mitgliedsländern nicht selten Streit, wenn Deregulierungen vorgeschlagen werden. Beispielsweise haben sich
französische Weinproduzenten aus der Region "Champagne" dagegen gewehrt, dass Schaumweine oder Sektarten, die in anderen Ländern hergestellt werden, als "Champagner" verkauft werden können. Sie wollten, dass es auch in Zukunft
gesetzlich festgeschrieben bleibt, dass nur Schaumweine aus ihrer Region diesen wohlklingenden Namen tragen dürfen. Der
Widerstand der Weinbauern hatte Erfolg. So haben sie jetzt weiterhin eine Sonderstellung auf dem Weinmarkt, der ihnen finanzielle Vorteile bringt.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid