Ein-
Euro-
Jobs soll es für Menschen geben, die lange Zeit arbeitslos sind und "
Arbeitslosengeld II" (AGL II) bekommen. So steht es im "
Hartz IV-Gesetz". Die
Arbeitslosen sollen mit diesen Jobs die Möglichkeit erhalten, wieder am Arbeitsleben teilzunehmen und etwas zum ALG II dazu zu verdienen. Das können zwischen ein und zwei Euro pro Stunde sein.
Was sind das nun für Jobs? Die Ein-
Euro-
Jobs müssen gemeinnützig sein und dürfen normale Arbeitsplätze nicht verdrängen. So darf zum Beispiel ein Krankenpfleger nicht durch einen "Ein-
Euro-
Jobber" ersetzt werden. Ein Ein-
Euro-
Job muss außerdem zeitlich begrenzt sein. Und er muss dem Arbeitslosen eine Chance auf einen richtigen Arbeitsplatz bieten. Die Ein-
Euro-
Jobs können ganz unterschiedlich sein. Zum Beispiel kann es sich um die Hilfe in einer Stadtbücherei oder beim Bau von Kinderspielplätzen handeln. Vielleicht geht es aber auch um die Pflege von
Parks und Anlagen oder um Angebote in der Nachbarschaftshilfe. Städte,
Gemeinden oder
gemeinnützige Einrichtungen, die solche Jobs anbieten, melden das den Arbeitsagenturen, Die Arbeitsagenturen vermitteln diese Jobs an die Arbeitslosen. Ein Arbeitsloser, dem ein "Ein-
Euro-
Job" angeboten wird, muss ihn annehmen, sonst kann das Arbeitslosengeld gekürzt werden. Und wenn er unter 25 Jahre alt ist, kann das ALG II ganz gestrichen werden.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid