Der Begriff "Emission" stammt vom lateinischen Wort "emittere" ab, was auf Deutsch "aussenden" heißt. Geht ein großes und
wirtschaftlich gesundes Unternehmen an die
Börse, so werden Anteile an diesem Unternehmen in Form von
Aktien ausgegeben, die man kaufen kann. Den Vorgang nennt man "Emission". Der Begriff "Emission" wird aber nicht nur angewendet, wenn es um Aktien geht, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Die Post gibt Briefmarken aus, ein Röntgengerät sendet Strahlen aus, unsere Autos stoßen während der Fahrt Abgase aus und Fabriken produzieren bei der Herstellung ihrer Produkte verschiedene Schadstoffe, die in die
Umwelt eingebracht werden. All dies sind Emissionen. Besonders kritisch sind die Schadstoffe, die Kraftfahrzeuge und Produktionsanlagen an die Umwelt abgeben, insbesondere Treibhausgase, die sich schädlich auf unser
Klima auswirken.
Verringerung von SchadstoffenUm die Umwelt zu schützen, haben viele
Staaten beschlossen, diese Schadstoff-
Emissionen zu verringern. Das heißt, die Autos sollen umweltfreundlicher werden und Fabriken müssen ihre Produktionsanlagen mit besseren Filtern versehen oder komplett modernisieren, um die Emissionen zu senken. Hierfür gibt es neuerdings
Gesetze und Vorschriften, die genau festlegen, wie der Ausstoß von giftigem Kohlendioxid (CO
2) vermindert werden muss.
Nun haben aber die Staaten nicht nur gesagt, dass die Gifte verringert werden sollen, sie haben im sogenannten Kyoto-
Protokoll auch festgelegt, wieviel Schadstoff-
Emissionen jedes Land herstellen darf. Diese Vereinbarung führt dazu, dass mit Emissionen gehandelt werden kann: Will eine Fabrik mehr CO
2 produzieren, als es die Obergrenze für seine Produktionen vorsieht, so kann es einem anderen Unternehmen, das die vorgeschriebene
Grenze des Schadstoffausstoßes nicht ausnutzt, diese nicht ausgenutzten Schadstoffmengen "abkaufen". So kann es seinen eigenen Anteil erhöhen. Diesen Vorgang nennt man "Emissionshandel".
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid