Nicht allen Menschen auf dieser Welt geht es so gut wie uns. In vielen Ländern außerhalb
Europas herrscht große
Armut. Familien hungern, Eltern sind
arbeitslos, die Kinder haben zum Teil keine Möglichkeit, lesen und schreiben zu lernen. Viele Kinder müssen sogar selbst hart arbeiten, weil ihre Eltern nicht genug für die
Familie verdienen. Viele Menschen werden krank, weil sie keine richtigen Wohnungen haben oder verschmutztes Wasser trinken müssen. Sie können nicht vom Arzt behandelt werden, weil es zu wenig Ärzte und Krankenhäuser gibt. Auch der
Staat kann nicht helfen, weil er zum Beispiel nicht richtig organisiert ist oder falsch geführt wird. Oder der Staat ist verschuldet. Er muss seine
Schulden oft mit hohen
Zinsen zurückzahlen und besitzt deswegen nicht genügend Geld, um Krankenhäuser oder Schulen zu bauen. Länder, die so arm sind, bezeichnet man als Entwicklungsländer. Viele reiche Länder und private Organisationen versuchen, diese Länder zu fördern, indem sie ihnen sogenannte Entwicklungshilfe anbieten. Damit soll das jeweilige Land so lange unterstützt werden, bis es sich selber helfen kann. Diese Hilfe nennt man auch "Hilfe zur Selbsthilfe". Es werden zum Beispiel Brunnen gebohrt, Lehrerinnen und Ingenieure ausgebildet, Straßen gebaut und bessere Methoden für die Landwirtschaft entwickelt.
Gründe für die ArmutEs gibt viele Gründe dafür, dass die Entwicklungsländer arm sind. In vielen Entwicklungsländern gibt es nicht genug Lebensmittel und
Rohstoffe, um die immer schneller wachsende
Bevölkerung zu versorgen. Ein weiterer Grund ist, dass viele entwickelte Staaten wie zum Beispiel
Deutschland glauben, dass sie ihre eigene
Wirtschaft vor billigen Waren aus den Entwicklungsländern "schützen" müssen. Dazu erheben sie sogenannte Einfuhrzölle. Dadurch werden die Waren aus den ärmeren Ländern teurer und können nur noch schlecht verkauft werden. Viele Probleme der Entwicklungsländer haben ihre Ursachen in der Vergangenheit. Die Kolonialmächte haben ihre
Kolonien ausgenutzt und daran gehindert, sich zu gleich starken Handelspartnern zu entwickeln. Probleme bereitet in vielen armen Ländern auch das
Klima. Immer wieder gibt es Dürrekatastrophen. Sie haben meist zur Folge, dass die Ernten zerstört werden.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
Sagt man überhaupt noch Entwicklungsland?
Oder gibt es einen neuen politisch korrekteren Begriff?
Antwort der Redaktion:
Hallo Peter, es herrscht Uneinigkeit darüber, wie man die „Entwicklungsländer“
politisch korrekt anspricht. Eine einheitliche und eindeutige Sprachregelung gibt es nicht. Die UN-
Vollversammlung hat 1971 die Begriffe „Least Developed Countries“ (LLDC) und „Less Developed Countries“ (LDC) geprägt. Im Deutschen könnte man das mit „weniger entwickelte Länder“ übersetzen, was sich allerdings nicht durchgesetzt hat. Das deutsche Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) spricht daher oft immer noch von „Entwicklungsland“. Anders in der Schweiz: Dort bevorzugt die
Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) den Begriff „Partnerländer“.
Was sind Vorteile und Nachteile von der Entwicklungshilfe?
Antwort der Redaktion:
Hallo Sabine,erst mal zu den Vorteilen: Die liegen natürlich darin, dass notleidenden Menschen geholfen wird und es ihnen zumindest kurzzeitig besser geht. Wenn man jedoch "falsch" hilft bzw. nicht
nachhaltig genug hilft, dann kann Entwicklungshilfe schlimmstenfalls sogar nachteilig sein für die Betroffenen. So kann es sein, dass wenn man ein armes Dorf ein paar Monate lang mit Getreide versorgt, die Menschen aufhören, selbst Getreide anzubauen und ihre Not nur noch größer wird, wenn die Getreidespenden aufhören. Auch ist es so, dass sich viele sehr stolze
Völker oder Stämme nicht gerne von außen helfen lassen. Sie vertrauen lieber auf ihre jahrhundertealten Traditionen, anstelle auf das moderne "Teufelszeug". Diese Menschen zu überzeugen, dass man ihnen nur helfen will, ihr Leben zu erleichtern, kann schwer bis unmöglich sein. Alte Traditionen dieser Menschen können dann durch Entwicklungshilfe – wenn sie denn angenommen wird – für immer zerstört werden und verloren gehen, was sicher auch sehr traurig ist. Ein weiterer sehr umstrittener Punkt sind Verhütungsmittel. Sie sind zweifellos sehr wichtig, um die
Bevölkerungsexplosion aufzuhalten. Andererseits gehören viele Kinder gerade in bestimmten Entwicklungsländern zu einem Statussymbol. Auch ihr Glaube lässt viele Menschen Verhütungsmittel ablehnen. Wie man sich als Entwicklungshilfeorganisation hier verhält, ist umstritten. Ganz wichtig bei jeder Entwicklungshilfe ist, dass das Geld und die Hilfsmittel auch bei denen ankommen, die die Hilfe brauchen. Einfach nur
Regierungen zu unterstützen oder Volksführer kann ein falscher Weg sein, da die das Geld leider manchmal in die eigene Tasche wandern lassen oder sogar Waffen davon kaufen, anstelle ihrem Volk damit zu helfen. Gute Entwicklungshilfe setzt daher immer vor Ort an. Aber auch hier lauern Gefahren. So kann man nie allen Menschen helfen. Und wenn man einem Stamm, einer Dorfgemeinschaft oder einem Volk hilft, können unter Umständen die Nachbarn sehr neidisch werden und schlimmstenfalls in einer gewaltsamen Auseinandersetzung den anderen ihre neuen Hilfsmittel und Errungenschaften wieder wegnehmen.
Wieso gibt es Entwicklungsländer
Antwort der Redaktion:
Hallo Vlorentina, man macht verschiedene Ursachen dafür verantwortlich, dass es Entwicklungsländer (das sind ja die armen Länder) gibt. Eine Theorie ist, dass einige dieser Entwicklungsländer durch die frühere Kolonialherrschaft in ihrer Entwicklung gehindert wurden. Die Kolonialherren haben die Länder ausgebeutet, dort aber kaum eine funktionierende
Infrastruktur aufgebaut oder den Menschen dort sonst wie geholfen. Als dann
Europa zunehmend industrialisiert wurde, haben die Entwicklungsländer immer mehr den Anschluss verloren. Sie handeln weiterhin mit Rohstoffen, für die sie aber kaum Geld bekommen. Damit setzt sich ein Kreislauf in Gang: Ohne Geld und Investitionen kann ein Land auch nicht industrialisiert werden. Es wird folglich immer abhängiger von den Industrienationen, muss sich stark verschulden und hat kaum Geld, das eigene
Volk zu versorgen. Oft kommen noch weitere Ursachen hinzu: Entwicklungsländer sind häufig geschwächt und zermürbt durch kriegerische Auseinandersetzungen oder
Diktaturen. Naturkatastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen erschweren den Menschen das Leben zusätzlich. Leider gibt es auch immer wieder schlechte
Regierungen in diesen Ländern, die sich nur selbst bereichern wollen oder Teile der
Bevölkerung ihres Landes verfolgen.
Wie viel Geld verdienen die Familien in der Dritten welt ??
Antwort der Redaktion:
Hallo Jannik und Patrick, das ist sehr unterschiedlich, denn es kommt darauf an in welchem Land, in welcher Region die
Familie lebt. In der sogenannten
Dritten Welt gibt es auch Familien, die viel Geld zur Verfügung haben, aber das sind sehr wenige. Viele Menschen haben dort nicht mal genug Geld, um die allerwichtigsten Dinge zu kaufen (das nennt man "
Existenzminimum"). In dem
Schwellenland Venezuela z.B. liegt das Existenzminimum für eine fünfköpfige Familie bei ca. 160 Euro im Monat, aber oft verdienen die Menschen weniger als 130 Euro im Monat. Das heiß, selbst wenn z.B. der Vater oder die Mutter der Familie Arbeit hat, reicht der Verdienst nicht, aus um davon zu leben. In Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, leben 61,2% der Menschen unterhalb der Armutsgrenze, das heißt sie haben weniger als 80 Cent pro Tag.
Nadine, Janine, Natascha, Jenny, 20
Welche Länder genau zählen zu den Entwicklungsländer (Aufzählung)?
Antwort der Redaktion:
Hallo Nadine, Janine, Natascha, Jenny, die Bundesrepublik erkennt
diese Länder als Entwicklungsländer an.
Wie leben die Menschen dort wirklich?
gibt es unter den Armen auch Reiche?
Und wieviel verdienen die Menschen dort bei ihrer Arbeit? wir bitten sie um ANTWORT! danke mfg Sandy, Kati
Antwort der Redaktion:
Hallo Katrin und Sandy, auch in den Entwicklungsländern gibt es reiche Menschen. Doch die haben ihr Geld meist im Ausland verdient. Wieviel genau diejenigen, die Arbeit haben, verdienen, kann man nicht sagen, da es von Land zu Land und von Beruf zu Beruf Unterschiede gibt. Im Verhältnis ist es jedoch meist weniger als in den entwickelten Ländern.
Allerdings haben die
Vereinten Nationen festgestellt, dass in den Entwicklungsländern mehr als eine Milliarde Menschen von weniger als einem Dollar pro Tag und 2,7 Milliarden Menschen von weniger als zwei Dollar pro Tag leben. Da kann man sich leider sehr gut vorstellen, unter welchen Bedingungen die Menschen dort leben.
Was sind die Folgen der Entwicklungshilfe für die armen und die reichen Staaten??
Antwort der Redaktion:
Hallo July, alle Folgen hier aufzulisten wäre Thema für einen ganzen Schulaufsatz. Deswegen können wir dir nur ein paar Stichworte geben. Die Entwicklungsländer haben einen großen Nutzen von der Entwicklungshilfe. Der Lebensstandard wird durch sie so gut es geht erhöht. So sorgt die Entwicklungshilfe beispielsweise für eine bessere
Bildung, bessere Gesundheitsversorgung und
Gleichberechtigung in Entwicklungsländern. Dadurch wird der
Frieden gesichert und es wird die
Wirtschaft gestärkt.
Auch die entwickelten Länder profitieren langfristig von der von ihnen gezahlten Entwicklungshilfe. Neue Märkte werden geschaffen und die Sicherheit wird erhöht.
Kann man denn leuten in den entwicklungsländern nicht ihrgendwie helfen oder wenigstens mut machen das es besser wird??
Antwort der Redaktion:
Hallo nicki, unten in den FAQ haben wir schon ein paar Ideen und Möglichkeiten beschrieben, wie man auch von hier aus helfen kann. Dass du dir Gedanken machst und etwas tun willst, finden wir schon ganz toll. Zum Beispiel könntest du eine Sammelaktion in deiner Schule starten oder etwas ähnliches. Schau dir doch einmal die
Kinderseite von UNICEF an, da gibt es noch mehr Ideen, Tipps und Anregungen zum Beispiel zum „JuniorBotschafter-
Programm“.
Ich habe lange nachgedacht und möchte wircklich den Menschen helfen aber nicht nur spenden sondern ich möchte gerne live dabei sein.Meine Muttersprache ist portugiesischich ich kann nach süd-amerika oder süd-Afrika gehen,aber ich weiß nicht wie?können sie mir dabei helfen? bitte
Antwort der Redaktion:
Hallo Maria, dafür empfehlen wir dir, dich einmal bei den großen Entwicklungshilfe Organisationen, wie z.B. "Brot für die Welt" oder "Caritas" zu informieren. Zum Beispiel bei der Organisation
"SOS Kinderdörfer" kann man ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren. Ähnliches gibt es bei vielen andern Organisationen. Um die jeweiligen Vorraussetzungen und Bedingungen zu erfahren, musst du dich einmal genauer informieren. Das Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat eine
Online-Broschüre zum Freiwilligen Sozialen Jahr veröffentlicht.
welche sind die armsten länder??
Antwort der Redaktion:
Hallo Franz, zu den ärmsten Ländern gehören z.B.: Burundi, Nieger, Sierra Leone und Mosambik.
Woher bekommt man eine Landkarte, in der die Dritte- Welt- Länder gekennzeichnet sind?
Antwort der Redaktion:
Wie ist die situation der kinder in Entwicklungsländer denn wirklich? haben die auch freizeit oder müssen die nur arbeiten und helfen?
Antwort der Redaktion:
Hallo Barbara, wahrscheinlich haben die Kinder in den Entwicklungsländern schon Zeit für ein Fußballspiel am Abend, falls sie einen Ball besitzen. Das große Problem ist aber, dass viele von ihnen nicht die Möglichkeit haben, in die Schule zu gehen, denn das wäre zu teuer und zu zeitaufwendig. Aber schau dir doch mal die
Kinderseite von UNICEF an, da erfährst du etwas über den Alltag von Kindern aus anderen Ländern.
Was passiert denn dann mit den kinder? Und was wird den von der UNICEF geleistet? würde mich mal für eure meinung interessieren???? danke schon im vorraus
Antwort der Redaktion:
Hallo Daniele, die Arbeit von
UNICEF ist sehr wichtig, denn sie leisten z.B. Aufklärungsarbeit, so dass Eltern erkennen, wie wichtig eine (Schul-
) Ausbildung für ihre Kinder ist. Aber auch der Bau von Schulen und Waisenhäusern ist wichtig, damit z.B. (Straßen-
) Kinder wieder einen geregelten Tagesablauf und die Chance auf eine bessere Zukunft haben. Am Besten schaust du dir mal die Seite von
UNICEF an und bildest dir selbst eine Meinung über die Projekte der Organisation. Auf der Seite findest du neben den Projektberichten auch die Jahresberichte von UNICEF.
Warum müssen wir den armen Ländern helfen?
Antwort der Redaktion:
Hallo Maurice, dafür gibt es einige Gründe. Alle Menschen haben die gleiche Würde und das gleiche Recht, menschenwürdig zu leben. So steht es auch in der Charta der
Vereinten Nationen. Wenn wir aber davon überzeugt sind, müssen wir auch etwas dafür tun, dass die Menschen in Würde leben können. Sonst ist das nur ein Lippenbekenntnis. Uns hier in
Deutschland, in
Europa geht es gut -
wir haben zu essen, wir können zum Arzt gehen, wenn wir krank sind, können lernen und uns bilden. In vielen armen Ländern ist das nicht der Fall. Dort haben die meisten Menschen kein Geld, zum Arzt zu gehen oder die Schule zu besuchen. Wenn wir Hilfe für die armen Länder geben, hat es auch etwas mit Fairness zu tun. Die reichen Länder profitieren nämlich sehr stark von den armen Ländern. Wir beuten die
Rohstoffe und Bodenschätze aus, wir kaufen Kaffee und Kakao und andere Sachen, geben dafür aber nur wenig Geld. Aber es kommt noch ein anderer Grund dazu: nur wenn die Menschen einigermaßen menschenwürdig leben können, kann man auch die Hoffnung haben, dass sie friedlich miteinander leben. Wer keine Hoffnung hat, ist eher bereit, auch mit Waffen dafür zu kämpfen, dass es gerechter zugeht. Dann entstehen
Kriege, die auch uns betreffen können.
was sind LDCs?
Antwort der Redaktion:
Hallo Julia, das ist eine Abkürzung für die "am wenigsten entwickelten Länder".
Wie kann ich den Menschen helfen, was kann ich mit meinen eigenen Kräften tun? Ohne zu irgendeiner Organisation zu gehen und zu spenden.
Antwort der Redaktion:
Hallo Miriam, wenn du vor Ort helfen willst, solltest du dich erkundigen, wo das am besten geht. Und hierfür ist eine Organisation, die dir Auskunft darüber gibt, die dich vielleicht auch in einem ihrer Projekte einsetzen kann, durchaus sinnvoll. Schau doch mal auf den Seiten des
Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit nach oder auch bei Organsationen, die Entwicklungshilfeprojekte durchführen wie z.B. die kirchlichen Organisationen wie "Misereor" oder "Brot für die Welt" oder auch "Ärzte ohne Grenzen". Dort erfährst du dann auch, welche Voraussetzungen für einen solchen Einsatz im Land wichtig sind. Viel Erfolg!
Was könnte man ändern an der Situation, der Lage der Kinder?
Antwort der Redaktion:
Hallo Steffi, wichtig ist sicherlich, dass Schulen gebaut werden, damit die Kinder etwas lernen können. Dafür aber brauchen die
Staaten Geld, damit sie die Schulen und die Lehrerinnen und Lehrer bezahlen können. Wichtig ist auch, dass die Kinder medizinisch gut versorgt sind. Es gibt viel zu tun. Schau mal auf die Seite zum Beispiel von www.unicef.de, www.misereor, www.
kinderhilfswerk.de oder www.brot-
fuer-
die-
welt.de
Welche andere Länder probieren zu helfen und wie?
Antwort der Redaktion:
Sehr viele Länder versuchen zu helfen. Es gibt Hilfsprogramme der
UNO -
so zum Beispiel das
UNHCR (schaut mal auf der Seite der UNO nach), es gibt aber auch in vielen Staaten der Welt Hilfsprogramme, die von den
Regierungen durchgeführt werden. Dann gibt es in vielen Ländern auch Hilfsorganisationen, die nicht
staatlich sind, die in den Ländern helfen, zum Beispiel "Ärzte ohne Grenzen" oder das "Rote Kreuz" oder auch "Misereor" und "Brot für die Welt".
Wie sind die Arbeitsmöglichkeuten in einem Entwicklungsland? Und wie sehen die Familien aus, arbeiten die Kinder für die Familien? Oder wie sieht es mit der Bildung der Kinder aus?
Antwort der Redaktion:
Unter den Begriff Entwicklungsländer fallen viele unterschiedlich entwickelte Länder. In manchen Ländern und Gebieten gibt es Arbeit, zum Beispiel in der Landwirtschaft. Leider ist die Situation der Familien oft so, dass alle Familienmitglieder mithelfen müssen, damit genug zum Überleben verdient wird. In manchen Länder gibt es Bildungsprogramme, die zumindestens eine grundlegende
Bildung vorsehen, aber oft hängt es eben von der Situation der
Familie ab, ob die Kinder wirklich zur Schule gehen können oder ob ihre Hilfe zu Hause gebraucht wird.
Wenn du dich weiter zu diesem Thema informieren möchtest, kannst du bei der
Bundeszentrale für politische Bildung unter www.bpb.de/publikationen das Heft über Entwicklungshilfe aus der Reihe „Informationen zur
politischen Bildung“ bestellen.
Wieviele Entwicklungsländer gibt es momentan und wo liegen die ungefähr wieviele analphabeten gibt es und wie hoch ist die geburtenrate im allgemeinen?
Antwort der Redaktion:
Fast alle Länder auf der südlichen Erdhalbkugel zählen zu den Entwicklungsländern, dies sind zum Beispiel alle Länder Afrikas. Insgesamt sind es über 100 Länder, die als Entwicklungsländer gelten. Auch dort gibt es aber auch große Unterschiede zwischen ganz armen Ländern wie Bangladesh und Laos sowie wohlhabenderen Ländern wie Malaysia und
Mexiko. Viele Informationen zu den Entwicklungsländern findest du auf der Homepage des Bundesministeriums für
wirtschaftliche Zusammenarbeit: www.bmz.de
Wie kann den Entwicklungsländern überhaupt geholfen werden, damit es langfristig hilft?
Antwort der Redaktion:
Hallo Sandra, dies ist eine Frage, über die sich viele kluge Menschen schon seit vielen Jahren die Köpfe zerbrechen. Die meisten
Staaten und Organisationen, die Entwicklungshilfe leisten, haben sich mehr oder weniger auf das Konzept "Hilfe zur Selbsthilfe" festgelegt. Aber wichtig ist auch, dass die Entwicklungsländer die Chance erhalten, mit anderen Ländern einen fairen Handel zu treiben. Das heißt, sie sollen nicht ausgebeutet oder so abhängig von einem anderen Land werden, dass sie diesem hilflos ausgeliefert sind. Hier sollen internationale
Handelsabkommen helfen, faire Regeln aufzustellen. Wie schwierig das aber in der Praxis oft ist, hat die letzte große Welthandelskonferenz in Cancun im September 2003 gezeigt.
Was bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe?
Antwort der Redaktion:
Es bedeutet, dass man den Menschen in den Entwicklungsländern Hilfen gibt, damit sie sich selbst helfen können. Zum Beispiel: früher hat man in Entwicklungsländern schöne und komplizierte Wasseraufbereitungsanlagen gebaut, um die Wasserversorgung sicher zu stellen. Die Anlagen wurden in etwa so wie hierzulande gebaut. Solche Anlagen brauchen aber technische Betreuung. Wenn die
Entwicklungshelfer dann aus dem Land abgereist waren, konnten die Menschen in den Ländern oft nicht mehr viel mit den Anlagen machen, weil sie nicht wussten, wie sie funktonieren und wie man sie repariert. Hilfe zur Selbsthilfe, wie sie heutzutage gemacht wird, bedeutet bezogen auf unser Wasser-
Beispiel: man zeigt den Menschen, wie sie nach Wasser graben können, wie Quellwasser gefunden und Brunnen gebaut werden können. Dann können die Menschen dort sich selbst um ihre Wasservorräte kümmern, ohne auf Dauer abhängig von der Hilfe von außen.
unter welchen Lebensbedingungen müssen diese Menschen leben?
Antwort der Redaktion:
Hallo Filiz, sorry, dass es etwas gedauert hat -
du bist mit deiner Frage genau in die Osterzeit in Hanisauland hineingerutscht, und dass wir da naturgemäß viel zu tun haben, brauchen wir wohl nicht weiter erklären ...
In Entwicklungsländer leben die meisten Menschen unter ganz anderen Bedingungen als hier in
Deutschland. Wie wir schon erklärt haben, herrschen dort oft
Hunger, bittere
Armut und schlimme Mangelzustände. Kinder können oft nicht zur Schule gehen und müssen stattdessen arbeiten, entweder den Eltern daheim helfen, oder sogar in Fabriken schuften oder andere Aushilfsjobs annehmen. So sieht ihr Alltag ganz anders aus als deiner. Wenn man Hunger hat, kann man auch nicht einfach einen Schokoriegel essen, viele Kinder können froh sein, wenn sie am Abend noch mal etwas zu essen
kriegen. Wenn jemand krank ist, ist das ein großes Problem. Es gibt nur wenig Ärzte und viele Menschen können es sich nicht leisten, dorthin zu gehen. Viele unserer Luxusgüter wie Handys, Computer oder Fernseher haben die Menschen in Entwicklungsländern auch nicht. Doch man darf hier nie verallgemeinern: Auch in Entwicklungsländern gibt es eine zunehmende Anzahl sehr reicher Menschen und die leben eigentlich genauso wie wir.
welche organisationen gibt es noch, außer menschen für menschen. in Äthiopien mein ich. Wisst ihr da mehr?
Antwort der Redaktion:
Hallo lia, es gibt eine Reihe von Organisationen, die sich auch in Äthiopien engagieren. Schau mal auf die Seiten der Organisationen, die wir schon verschiedentlich unter "FAQ" genannt haben. Es gibt auch die Möglichkeit, Patenschaften für Kinder zu übernehmen (da gibt es mehrere Organisationen in
Deutschland, die solche Patenschaften vermitteln). Weitere Organisationen für die Äthiopienhilfe findest du auf
dieser Internetseite.
Wie viele entwicklungsländer gibt es...(DANKE)?
Antwort der Redaktion:
Hallo Jessica, viele Länder gehören zu den Entwicklungsländern z.B. Peru,
Mexiko, Bolivien, der Senegal, Ruanda, Bangladesh, und Sri Lanka. Leider sind es so viele Länder, dass wir hier nicht alle aufzählen können. Aber schau dir doch mal
diese Seite an oder auch
diese . Da findest du einige Informationen dazu.
Wenn du noch Fragen zu
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Eintrag hast, kannst du sie hier stellen. Schreib deine Frage bitte in einen Satz. Stichworte reichen nicht aus.
Bevor du eine Frage stellst, lies auf jeden Fall
den Beitrag oben. Oft steht da schon die Antwort auf deine Frage.
Schau auch erst nach, ob jemand anders nicht schon deine Frage gestellt hat und wir sie beantwortet haben.
Wir bemühen uns, die Fragen möglichst rasch zu bearbeiten. Manchmal aber müssen wir etwas länger überlegen, wie wir am besten antworten und das dauert dann etwas länger ;)