Der Faschismus ist eine
politische Bewegung, die Anfang des 20. Jahrhunderts in
Italien entstand. Die Faschisten hatten als Zeichen auf ihren Fahnen und Parteiabzeichen das altrömische Rutenbündel (lateinisch: "fasces"). Die faschistische
Partei hat schon bald nach ihrer Gründung unter dem Einsatz von
Gewalt und
Terror die Macht in Italien übernommen. Der unbedingte Gehorsam gegenüber dem Führer der Bewegung, der Benito Mussolini hieß, war die oberste Pflicht der Mitglieder. Mussolini forderte von seinen Leuten die völlige Unterwerfung unter das
rechtsextreme,
rassistische und fremdenfeindliche Gedankengut. Das
demokratische Parlament war machtlos geworden. Nur noch der Führer und seine obersten Gefolgsleute bestimmten, was die Menschen zu tun und zu denken hatten. Weil es den Menschen in dieser Zeit
wirtschaftlich sehr schlecht ging, sehnten sie sich nach einem starken Führer. Sie hofften, dass er ihnen aus ihrer Not heraushelfen würde. Auch in anderen Ländern, wo es den Menschen nicht gut ging, konnte der Faschismus Fuß fassen, insbesondere in
Deutschland, wo er
Nationalsozialismus hieß. Der Führer dieser Bewegung in Deutschland hieß Adolf Hitler. Ihr Zeichen war das Hakenkreuz. Erst mit dem Ende des
Zweiten Weltkrieges 1945 war der faschistische Terror in den
europäischen Ländern vorbei. Er lebte in südamerikanischen
Staaten wieder auf, als dort
Diktatoren an die Macht kamen.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid