Der Begriff "Feudalismus" kommt vom lateinischen Begriff "feudum" und heißt abgeleitet "Lehngut". Der Feudalismus war eine Form der
gesellschaftlichen,
politischen und
wirtschaftlichen Ordnung, die sich im Mittelalter (ungefähr ab dem 10. Jahrhundert) in West-
und Mitteleuropa herausbildete. Der
Monarch (Kaiser, König), der
Adel und die Kirche waren die Grundbesitzer, ihnen gehörten also die Ländereien. Sie bildeten die führende Schicht und gaben bestimmte Rechte und Land (sogenannte Lehen) an Untertanen für treue Dienste weiter. Diese Untertanen nannte man "
Vasallen". Sie durften das Land nutzen, mussten dafür dem König ergeben sein. Sie mussten bereit sein, dem König zu dienen, zum Beispiel mit dem Feudalherrn (dem Lehnsherrn) in den
Krieg ziehen. Den Grundherren wiederum waren die Bauern untertan. Sie bestellten das Land und schuldeten dafür dem Grundherren Abgaben (die Fron). Sie hatten als Unfreie keine eigenen Rechte und oftmals ging es ihnen als Leibeigenen so wie
Sklaven.
Im Zeitalter der
Aufklärung, ab dem 18. und mehr noch im 19. Jahrhundert, wurde das vom Handel und
Gewerbe lebende
Bürgertum in den Städten immer stärker. Nach und nach verlor der Feudalismus an Grundlage und Bedeutung und es begannen bürgerlich-
demokratische Herrschaftsformen.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
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Antwort der Redaktion:
Hallo lulu, schau dir doch mal unsere Artikel "
Kinderarbeit" und "
Armut" hier im Kinderlexikon von Hanisauland an und lies dort auch unsere Antworten auf die Fragen von anderen Kindern. Wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.