Seit die Wissenschaft entdeckt hat, dass es keine zwei Menschen mit den gleichen Fingerabdrücken gibt, benutzt man Fingerabdrücke, um festzustellen, um welche Person es sich handelt. Bereits unter der Lupe erkennt man an den Fingerkuppen eine Vielzahl winziger Linien und Schleifen. Sie dienen unserem Tastsinn. Berührt man mit seinen Fingern eine glatte Oberfläche, bleibt dort ein feiner Film zurück. Darauf bildet sich dieses Linienmuster ab. Es wurden Verfahren (in der Fachsprache "Daktyloskopie") entwickelt, um diese Abdrücke zu sichern und mit gespeicherten Abdrücken zu vergleichen. Das geschieht mit Computern in Sekundenbruchteilen. Sollte ein Abdruck bereits vorhanden sein, kann man ihn so zweifelsfrei einer Person zuordnen.
Seit November 2007 werden neue Reisepässe mit zwei elektronisch erfassten Fingerabdrücken der Antragssteller von den Ämtern ausgegeben. Damit sollen die Dokumente besser gegen Fälschungen gesichert sein. Bei neuen Personalausweisen erfolgt die Aufnahme und Speicherung von Fingerabdrücken freiwillig. Der Fingerabdruck soll verhindern, dass der
Ausweis gefälscht werden kann.
Fingerabdrücke werden manchmal auch als Zugangsöffner zu besonders geschützten Häusern, Räumen, Tresoren oder Archiven genutzt.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid