In
Kriegen müssen sehr viele Menschen um ihr Leben fürchten. Sie sind gezwungen, ihre Heimat für eine bestimmte Zeit oder auf Dauer zu verlassen. Sie werden zu Flüchtlingen. In der Vergangenheit gab es immer wieder große Ströme von vielen Tausend oder Millionen Flüchtlingen, die auf der Suche nach einem sicheren Platz zum Leben waren. Es gibt Menschen, die in ihrem Heimatland vor
Verfolgung durch die Truppen ihres
Staates fliehen, die ihre Hütten und Dörfer verlassen müssen, weil in ihren Heimatstaaten Machtkämpfe zwischen verfeindeten Gruppen ausgetragen werden (diese Flüchtlinge nennt man "Binnen-
Flüchtlinge").
Tamilische Flüchtlinge
© picture-alliance / dpa
Auch die vielen Menschen, die aus fremden Ländern zu uns kommen und
Asyl suchen, sind Flüchtlinge. Es gibt unterschiedliche Gründe, wieso Menschen ihre Heimatländer verlassen müssen: manche werden wegen ihrer Nationalität, ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten
Religion oder wegen ihrer
politischen Ansichten verfolgt. Andere sehen sich wegen der schlechten
wirtschaftlichen Verhältnisse in ihren Heimatländern oder wegen eines Bürgerkrieges gezwungen zu fliehen. Wieder andere Menschen müssen ihre Heimat verlassen, weil schwere Naturkatastrophen wie
Erdbeben oder Überschwemmungen ihr Land unbewohnbar gemacht haben.
Die
UNO hat die Stelle eines Hohen Flüchtlingskommissars (abgekürzt UNHCR) eingerichtet. Diese Organisation beschäftigt sich speziell mit dem Flüchtlingsproblem und hat verschiedene Hilfswerke eingerichtet. Nach den Zahlen des UNHCR sind einschließlich der Binnen-
Flüchtlinge weltweit 60 Millionen Menschen auf der Flucht.
Unter den Stichworten "
Vertriebene" und "
Emigration" hier im Lexikon findet ihr weitere Einzelheiten zum Thema Flucht und Flüchtlinge.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid