Vereinfacht kann man sagen: Wenn kein Zwang da ist, herrscht Freiheit. Wenn man selbst bestimmen kann, was man tut, ist man frei. Freiheit gehört zu den
Grund- und Menschenrechten und zu jeder modernen Demokratie. Aber völlige Freiheit ist damit nicht gemeint. Meine Freiheit darf die Freiheit der anderen Menschen nicht einschränken. So steht es auch in unserer
Verfassung, die man auch "freiheitlich-
demokratische Grundordnung" nennt.
Der Sturm auf die Bastille. Es war der Beginn der Französischen Revolution. Die Menschen forderten: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.
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In der Vergangenheit gab es ganz unterschiedliche Auffassungen von Freiheit. So waren zum Beispiel in der Antike (etwa 800 vor Christus bis 500 nach Christus) nur die städtischen
Bürger und die Herrscher frei und nur sie hatten entsprechende Rechte. Die
Mehrheit der
Bevölkerung hatte wenige oder gar keine Rechte, viele Menschen lebten in
Sklaverei. Auch später im Mittelalter gab es ganz verschiedene Stufen von Freiheit. Freiheit war damals nicht in einem
Gesetz festgeschrieben. Sie war in der Regel davon abhängig, in welcher Stellung die Menschen lebten. Menschen, die Macht, Einfluss und Reichtum hatten, konnten mehr Freiheit genießen als arme Menschen. In der
amerikanischen Verfassung von 1787 wurde die Freiheit aller Menschen zum ersten Mal als Verfassungsgrundsatz festgeschrieben. Zwei Jahre später lautete die Parole der
Französischen Revolution "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit". Damals wurden die Grundlagen dafür gelegt, was wir heute unter Freiheit verstehen: Es ist die Freiheit zur freien Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Begrenzt wird die Freiheit des Einzelnen allerdings durch die Rechtsvorschriften, an die sich jeder halten muss. Die eigene Freiheit endet also spätestens dort, wo die Freiheit anderer geschützt werden muss.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
warum ist Freiheit nicht für alle da?
Antwort der Redaktion:
Hallo lea, eigentlich sollten alle Menschen in Freiheit leben, da hast du Recht, das wünscht sich eigentlich jeder. Manche Menschen sind nicht frei, weil sie gefangen gehalten werden. Diese Gefangenschaft kann die gerechte Strafe für eine schlimme Tat sein. Es gibt auch Menschen, die unrechtmäßig gefangengehalten werden. In einer
Diktatur zum Beispiel werden Menschen eingesperrt, weil sie ihre Meinung sagen oder für andere Menschen eintreten, die unterdrückt werden. Wer sich in einer Diktatur die Freiheit nimmt, eine Meinung zu vertreten, die vom
Staat nicht geduldet wird, riskiert, seine Freiheit zu verlieren. Die
Menschenwürde setzt voraus, dass die Menschen in Freiheit leben können. Aber Freiheit ist eben nicht selbstverständlich. Manchmal muss sie erkämpft werden, ganz sicherlich muss sie immer wieder verteidigt werden gegen diejenigen, die sie unterdrücken wollen, um selbst zu bestimmen und Macht über andere Menschen zu haben.