Dass es zwischen den Menschen gerecht zugehen soll, dass man selbst gerecht behandelt wird, wünschen sich die meisten Menschen. Gerechtigkeit bezeichnet also ein bestimmtes Verhalten, es ist eine Tugend.
Schon die alten
griechischen Philosophen wie Aristoteles und Platon dachten über die Gerechtigkeit nach und darüber, dass ohne Gerechtigkeit ein Staat und ein Gemeinwesen nicht funktionieren kann. In einem
Rechtsstaat wie der
Bundesrepublik Deutschland ist die Gerechtigkeit das oberste Ziel. Es soll möglichst gerecht zugehen im Staat. Die
Verfassung und die
Gesetze schreiben die Regeln fest, die im Staat gelten, und sie gelten für alle Menschen gleich. Damit soll der äußere Rahmen festgelegt werden, damit es für alle
Bürgerinnen und Bürger möglichst gerecht zugeht.
Dass es allerdings nicht immer gerecht zugeht, dass über viele Einzelfragen unterschiedliche Ansichten bestehen, ist eine Tatsache. Ist es zum Beispiel gerecht, wenn alle Menschen, die falsch parken, das gleiche
Bußgeld bezahlen müssen, egal wieviel sie verdienen? Die Frage nach der Gerechtigkeit spielt auch für die internationale
Politik eine große Rolle. So geht es etwa in den Beziehungen zwischen den armen und reichen
Staaten oft alles andere als gerecht zu.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid