Wenn in
Deutschland von den Lebensbedingungen der Menschen die Rede ist, hört oder liest man oftmals von einem "Grundeinkommen" oder "Bürgergeld". Das Bürgergeld soll an alle
Bürgerinnen und Bürger ausgezahlt werden, ohne dass in jedem Fall geprüft wird, ob jemand bedürftig ist oder ob er arbeiten will oder nicht. Es soll für alle eine Grundlage zur Existenzsicherung sein. Die Höhe dieses Einkommens, an das keine Gegenleistung gebunden ist, soll vom
Staat festgelegt werden und für alle Bürger gleich sein. Mit diesem Bürgergeld ist auch die Idee verbunden, dass die Menschen an den Fragen der
Gesellschaft, in der sie leben, teilnehmen können, ohne um das tägliche Überleben kämpfen zu müssen.
In Deutschland werden verschiedene Modelle zum Grundeinkommen diskutiert. Es wird diskutiert, wie hoch ein solches Grundeinkommen sein sollte und wie der Staat es finanzieren soll. So gibt es den Vorschlag, dass das Grundeinkommen etwa so hoch wie die
Sozialhilfe oder das
Arbeitslosengeld II sein sollte. Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II würden bei Zahlung eines Grundeinkommens dann entfallen. Statistische Berechnungen ergeben, dass die Finanzierung des Grundeinkommens möglich ware.
Die Idee eines Bürgergeldes für alle geht auf den
amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Milton Friedmann (1912-
2006) zurück, der diese Existenzsicherung in den 1960er Jahren vorschlug.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid