"Kalter Krieg" ist die Bezeichnung für eine Konfrontation zwischen verschiedenen
Staaten. Einzelne oder mehrere Staaten stehen sich feindlich gegenüber, doch sie kämpfen nicht mit kriegerischen Mitteln gegeneinander. (Die Waffen sind kalt, es wird also nicht geschossen.) Der
Konflikt wird mit
Propaganda und Drohungen, mit gegenseitiger Aufrüstung ausgetragen. Beide Seiten häufen immer mehr Waffen an, um den Gegner zu bedrohen. So besteht immer die Gefahr, dass aus dem kalten Krieg ein "heißer", ein echter
Krieg wird. Wenn man vom Kalten Krieg spricht, so meint man in der Regel den sogenannten Ost-
West-
Konflikt ab 1946/47. Nach dem
Zweiten Weltkrieg war ein westliches Lager unter der Führung der
USA und ein östliches unter Führung der
Sowjetunion entstanden. Starke Gegensätze zwischen diesen beiden Siegermächten führten zu schweren Spannungen. Krisen, die zu einem dritten
Weltkrieg zwischen den Supermächten hätten führen können, waren zum Beispiel die Blockade Berlins (1948/49), der Koreakrieg (1950-
53), der Vietnamkrieg (1946-
75), die Kubakrise (1962) oder der Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan (1979). Erst durch die Umbrüche in Osteuropa und die Auflösung der Sowjetunion (1991) wurde der Kalte Krieg endgültig beendet.
Warum wurde der kalte Krieg denn nicht heiß?
Antwort der Redaktion:
Hallo Ruth, ein paar mal war die Gefahr, dass tatsächlich Kriegshandlungen, also Kämpfe, ausbrechen sehr groß, z.B. 1962 in der sogenannten Kubakrise. Glücklicherweis konnte aber jedes Mal, durch Verhandlungen und Gespräche, ein echter
Krieg abgewendet werden. Wahrscheinlich auch, da man wusste, das ein solcher Krieg zu einem Dritten
Weltkrieg werden würde, den natürlich keiner wollte. In einem Geschichtsbuch über die Geschichte des 20. Jahrhunderts findest du sicher mehr zu diesem Thema.