Auf einem Kapitalmarkt wie beispielsweise die
Börse einer ist, wird nicht – wie auf Wochenmärkten – mit Obst oder Gemüse gehandelt, sondern mit
Aktien und
Wertpapieren. Ein solcher Markt ist ein ziemlich kompliziertes System. Es gibt den sogenannten ersten Markt (Primärmarkt) für neue, auf den Markt kommende Papiere, und den zweiten Markt (Sekundärmarkt), auf dem mit Wertpapieren gehandelt wird, die schon länger auf dem Markt sind. Wie auf jedem anderen Markt bestimmt auch hier das Angebot und die Nachfrage den Preis. Die Händler sind Fachleute, die sich mit den Spielregeln und den Risiken bei diesen Geschäften gut auskennen sollten.
Auf dem Geldmarkt wird mit Finanzmitteln, wie es in der Fachsprache heißt, gehandelt. Das sind beispielsweise Euro oder Dollar. Alles, was mit kurz-
oder langfristigen Krediten und
Zinsen zu tun hat, spielt sich auf dem Geldmarkt ab. Wenn eine Person, aber auch ein
Staat oder eine Firma dringend eine große Summe Geld braucht, sucht er oder sie auf dem internationalen Geldmarkt eine
Bank, die das Geld verleiht. Je nach
Angebot und Nachfrage steigen oder fallen die Zinsen, die man für das geliehene Geld zahlen muss.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
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