Kinder knüpfen Teppiche, um das Einkommen der Familie zu verbessern.
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In
Deutschland ist es verboten, dass Kinder im Alter unter 15 Jahren arbeiten. Es gibt einige Ausnahmen, die im
Jugendschutzgesetz festgelegt sind. Auch in allen anderen EU-
Staaten ist die Erwerbstätigkeit von Kindern und Jugendlichen grundsätzlich verboten. Schaut man in der Geschichte einige Jahrhunderte zurück, stellt man fest, dass das nicht immer so war. Im Mittelalter mussten Kinder zusammen mit ihren Eltern im Dienste der
Feudalherren oft schwere Arbeit auf den Feldern leisten. Im 19. Jahrhundert, als immer mehr Industriebetriebe entstanden, nahm auch die Kinderarbeit stark zu. Kinder wurden als billige
Arbeitskräfte vor allem in
England und Deutschland im Bergbau und in Textilfabriken ausgenutzt. Teilweise mussten sie jeden Tag bis zu 16 Stunden arbeiten.
Kinderarbeit ist heute noch ein sehr ernstes Problem. Nach Schätzungen der UNO verrichten über 250 Millionen Kinder in vielen armen Ländern in Asien, Südamerika, Afrika, aber auch in Ländern Osteuropas täglich schwere Arbeit. Sie werden in Plantagen, im Bergbau und in Textilfabriken oft wie
Sklaven ausgebeutet. Aus vielen Großstädten Südostasiens weiß man, dass dort Tausende von Kindern in Bordellen an Kunden verkauft werden. Oft werden Kinder und Jugendliche von Unternehmern und verbrecherischen Banden gezwungen, ohne
Lohn zu arbeiten, um so die
Schulden ihrer Eltern abzuarbeiten. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine Organisation der
Vereinten Nationen, hat die Bekämpfung der Kinderarbeit in der Welt zu einem ihrer wichtigsten Ziele gemacht.
Audio-Fassung dieses Artikels
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
was machen die kinder in deutschland bei der kinderarbeit?
Antwort der Redaktion:
Hallo amy, in
Deutschland ist Kinderarbeit verboten, um Kinder vor Ausbeutung zu schützen und zu garantieren, dass sie geschützt und sicher aufwachsen und Zeit zum Spielen und Lernen haben. Junge Menschen dürfen daher höchstens -
nach den festen Regeln des Jugendarbeitsschutzgesetztes -
ein wenig jobben, um sich etwas
Taschengeld dazu zu verdienen. Das sind dann leichte Tätigkeiten wie bis zu zwei Stunden täglich Prospekte austeilen oder Nachhilfe geben. Weitere Informationen zur Situation in Deutschland findest du bei uns im Lexikon unter "
Jugendschutzgesetz" und "
Ferienjob".
Könnt ihr mir genauere Infos über die Kinderarbeit im 19. Jahrhundert geben?
Antwort der Redaktion:
Hallo Berit, das 19. Jahrhundert war die Zeit der
Industrialisierung. Damals entstanden viele Fabriken, die dringend
Arbeitskräfte brauchten. Kinder aus armen Familien mussten oft in diesen Fabriken arbeiten. In den Fabriken wurde viel Kohle verheizt, die zuvor abgebaut werden musste. Auch dafür benutzte man Kinder. Manche Stollen zum Kohle-
und Eisenerzabbau waren so eng, dass sich nur Kinder durchzwängen konnten. Andere Kinder mussten enge Schornsteine reinigen oder Näharbeiten erledigen. Die
Gesundheit der Kinderarbeiter litt unter den schlechten Arbeitsverhältnissen. Viele von ihnen zogen sich bleibende Schäden zu oder verstarben bei der gefährlichen Arbeit im Bergwerk oder in den Fabriken. Für mehr Informationen haben wir hier eine kleine Linksammlung für dich zusammengestellt:
http://www.bpb.de/publikationen/VGU9C5,0,Wandel_der_Arbeitsverh%E4ltnisse.html
http://www.bnmsp.de/home/e.
huber/schulmuseum/kidsarbeit.pdf
http://www.muenster.de/ gberg/AKinderarbeit.html
http://www.zeitspurensuche.de/02/kinder0.htm
http://www.
sozialpolitik.com/webcom/show_article.php/_c-
110/_nr-
5/i.html
http://www.welthungerhilfe.de/972.html
warum gibt es kinderarbeit?
Antwort der Redaktion:
Hallo brandon,
Armut ist der Hauptgrund für Kinderarbeit. Offiziell ist in den meisten Ländern Kinderarbeit längst verboten, zugelassen ist sie also (fast) nirgendwo mehr. Leider halten sich in vielen Ländern die Menschen nicht an das Verbot. Meistens eben, weil die
Familie das Geld, das die Kinder verdienen, unbedingt zum Überleben braucht. Selten werden Eltern vielleicht auch von mächtigen Plantagenbesitzern oder Steinbrucharbeitern erpresst und bedroht, so dass sie ihre Kinder zur Arbeit schicken müssen. Manchmal geschieht es wahrscheinlich auch einfach aus Tradition. Die Eltern waren Kinderarbeiter, die Großeltern und so müssen die Kinder ebenfalls arbeiten.
Weche Formen von Kinderarbeit gibt es???
Antwort der Redaktion:
Hallo Eric, Kinderarbeit gibt es vor allem in den armen
Entwicklungsländern. Die Arbeiten, die die Kinder dort ausführen müssen, sind ganz unterschiedlich: Viele Kinder arbeiten auf Plantagen, zum Beispiel als Pflücker oder Träger. Andere Kinder ziehen als Schuhputzer, Aushilfsarbeiter, Träger oder als Verkäufer von
Zeitungen oder billigen Kleinwaren durch die Straßen. Manche Kinder arbeiten sogar fest angestellt in einem Haushalt, wo sie als Dienstmädchen oder Dienstjunge schuften müssen. Mit am schlimmsten ist der Einsatz von Kindern in Fabriken. Dort müssen sie den ganzen Tag über in staubigen Hallen sitzen und zum Beispiel T-
Shirts besticken, Fußbälle zusammennähen oder Teppiche knüpfen. Andere Kinder müssen körperlich sehr harte Arbeiten verrichten, wie etwa in einem Steinbruch Lasten schleppen.
Ich möchte Länder vergleichen, wo Kinder Kleidung herstellen.
Antwort der Redaktion:
Hallo Melly, vergleichen kannst du einige Länder mit Hilfe dieses
Textes. Einen sehr interessanten Text zu Kindern, die in
Indien Kleidung herstellen, kannst du
auf dieser Seite lesen.
In welchen ländern gibt es überall kinderarbeit?
Antwort der Redaktion:
Hallo SARAH, leider in sehr vielen Ländern. In den ganzen armen
Entwicklungsländern Asiens, Afrikas und Südamerikas findest du Kinderarbeit. Beispiele sind
Indien Pakistan, Bangladesh,
China oder
Nigeria.
Könnt ihr mir was über kinderarbeit in MITTELALTER sagen,weil ich nichts darüber finde.
Antwort der Redaktion:
Hallo Tom, im Mittelalter war Kinderarbeit nichts Besonderes. Sobald die Kinder groß genug waren, mussten sie selbstverständlich mithelfen, so gut sie eben konnten. Kindheit und Freizeit gab es in der Vorstellung des Mittelalters nicht in der Form, wie wir es heute kennen
Wo mussten die Kinder im 19 Jahrhundert noch Arbeiten?? Außer in Textilfabriken und Bergbau
Antwort der Redaktion:
Hallo Vreni, zum Beispiel in der Landwirtschaft, der Industrie oder in Handwerks- und Heimbetrieben.
Könnt ihr mir helfen? Muss ein Referat über Kinderarbeit in Billiglohnläandern und Wirtschaft halten und brauche noch ein paar Infos. Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen.
Antwort der Redaktion:
Hallo Franka, Kinderarbeit in Billiglohnländern ist ein wichtiges Thema. Gerne geben wir dir ein paar Links als Hilfe:
http://www.spielsachen-
fair-
machen.at/start.asp?ID=239975
http://www.tdh.de/fileadmin/user_upload/inhalte/10_Material/Themeninfos/tdh_Verbraucherbroschuere2012.pdf
http://www.fair-
childhood.eu/Popup.php?typ=Garantiert_Kinderarbeitsfrei
http://www.helles-
koepfchen.de/artikel/2185.html
http://www.3sat.de/page/?source=/
boerse/hintergrund/157350/index.html
Viel Erfolg für dein Referat und viel Spaß beim Recherchieren.
gab es im mittelalter schon für die kinder eine arbeit oder mehrere?
Antwort der Redaktion:
Hallo lisa, im Mittelalter und auch noch sehr lange in der Neuzeit, mussten Kinder in allen möglichen Bereichen arbeiten, z.B. auf den Feldern, in den Bergwerken, auf Märkten und in Handwerksbetrieben. Mädchen und Jungen mussten schon sehr früh im Haus, auf dem Hof oder im Geschäft der Eltern mithelfen. Jedes Mitglied der
Familie hatte seine Aufgaben, je nach dem wie alt und selbstständig er oder sie war.