Am 20. November 1989 haben die
Staaten der
UNO eine wichtige
Konvention (Übereinkommen) unterschrieben. Hierin sind die Rechte der Kinder zusammengefasst. Denn die Achtung der Kinderrechte ist eine wichtige Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben der Menschen.
Kinder der Internationalen Schule Berlin am 18. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention
© picture-alliance / dpa
Da Kinder nicht so stark sind wie Erwachsene und sich oft nicht wehren können, wenn ihnen Unrecht geschieht, brauchen sie besonderen Schutz. Schon vor etwa 100 Jahren haben das viele Staaten erkannt und die sogenannte "Genfer Erklärung über die Rechte der Kinder" niedergeschrieben. Jetzt hat die UNO diese "Genfer Erklärung" von 1924 erweitert und verbessert. Die Kinderrechtskonvention hat über 50 Artikel. Darin heißt es unter anderem, dass die Kinder vor Ausbeutung und Gewalt geschützt werden müssen und dass sich die Staaten darum kümmern sollen. Sie sollen dafür sorgen, dass Kinder nicht mehr verhungern, dass sie keine
Kinderarbeit leisten müssen, dass sie nicht misshandelt werden. Dass es trotz der Konvention immer noch viel Gewalt gegen Kinder, Ungerechtigkeit und Ausbeutung gibt, ist leider eine traurige Tatsache.
Was könnt ihr mir über das KInderrecht Gleichberechtigung unabhängig von Rasse, Herkunft und Geschlecht sagen?
Antwort der Redaktion:
Hallo Sebastian, das Recht auf Gleichheit ist das erste der zehn elementaren Rechte der Kinder. Es besagt unter anderem, dass jedes Kind das Recht auf einen Namen und eine Nationalität hat und dass jedes Kind den gleichen menschlichen Wert hat. Kein Kind darf wegen des Geschlechts, des Aussehens, der Hautfarbe, der Sprache, der
Religion, der Meinung usw. benachteiligt werden. Alle weiteren Kinderrechte findest du auf den
Kinderseiten der UNICEF.
Welche taaten haben die Kinderrechtskonvetion unterschrieben
Antwort der Redaktion:
Hallo Kerstin, mit Ausnahme der
USA und Somalia haben alle
Staaten der Erde die Kinderrechtskonvention unterzeichnet.
Wie ist die Gesundheit der Kinder in anderen Ländern?
Antwort der Redaktion:
Hallo Luna, in anderen
Industrieländern, also zum Beispiel in den Ländern der
Europäischen Union, ist der Gesundheitszustand der Kinder ähnlich wie hier bei uns. Ganz anders sieht es hingegen in den ärmsten Ländern dieser Welt, den
Entwicklungsländern, aus. Dort ist der Gesundheitszustand der Menschen oft katastrophal. Die Kinder leiden unter der mangelhaften medizinischen Versorgung am meisten. Viele Kinder überstehen nicht die ersten Lebensjahre. In Entwicklungsländern liegt der schlechte Gesundheitszustand zum großen Teil an der unzureichenden
Ernährung, der schlechten oder ganz fehlenden medizinischen Versorgung und den elenden Lebensverhältnissen. Informationen dazu findest du auch hier:http://www.
unicef.de/
gesundheit.html
http://www.stern.de/gesundheit/gesundheitsnews/dritte-
welt-
schwangere-
und-
kinder-
in-
not-
572708.html
was gehört zum KInderrecht auf ein faires Gerichtsverfahren?
Antwort der Redaktion:
Hallo Martin, zum Kinderrecht auf ein faires Gerichtsverfahren gehört eine ganze Menge. Zuerst einmal: Ein Kind darf nie wie ein Schwerverbrecher behandelt werden, hat das Recht auf eine würdevolle Behandlung und bevor es verurteilt wird, gilt es immer als unschuldig. Das
Gericht muss erst beweisen, dass das Kind wirklich ein Verbrechen begangen hat. Weiterhin hat das Kind bei einem Gerichtsverfahren Anspruch auf einen
Verteidiger und das Recht, seine Aussage zu verweigern. Wenn das Kind mit dem Gerichtsurteil unzufrieden ist und sich ungerecht behandelt fühlt, kann es das Urteil durch ein anderes Gericht überprüfen zu lassen. Kommt das Kind aus dem Ausland, hat es das Recht auf einen Übersetzer. Außerdem gehört zu dem Kinderrecht auf ein faires Gerichtsverfahren, dass
Staaten ein Mindestalter festlegen, ab dem ein Kind
strafmündig ist und verurteilt werden kann. In
Deutschland ist man erst mit 14 Jahren strafmündig.