Dieser Begriff kommt von dem lateinischen Wort "conservare" und heißt "bewahren". Konservatismus bezieht sich auf Denkweisen und Bewegungen in Politik,
Religion oder
Gesellschaft. Gemeint ist damit, dass man an überlieferten Werten und Vorstellungen festhält, sie verteidigt und neue Entwicklungen eher kritisch betrachtet. In der Vergangenheit versuchten seine Anhänger, alte
politische Strukturen zu bewahren. Dabei war ihnen wichtig, dass die überlieferte Verteilung von Macht und Reichtum bestehen blieb und nicht durch Neuerungen verändert wurde. Entstanden ist der Konservatismus im 18. Jahrhundert als Gegenbewegung zu den Umwälzungen der
Französischen Revolution. Die Anhänger des Konservatismus versuchten im 19. Jahrhundert, an den Ordnungen der
Monarchie festzuhalten. Erst im 20. Jahrhundert, insbesondere nach dem
Zweiten Weltkrieg, als immer mehr
Staaten demokratische Ordnungen einführten, öffnete sich auch der Konservatismus gegenüber modernen Entwicklungen.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid