Eine Konvention ist eine "Übereinkunft" (so die Übersetzung aus dem Lateinischen), einfacher gesagt, ein Abkommen oder ein Vertrag zwischen mehreren
Staaten. In den internationalen Beziehungen gibt es viele Konventionen. Zum Beispiel die Konvention über das Verbot zur Entwicklung, Herstellung und Lagerung
biologischer Waffen, die im März 1975 geschlossen wurde und die inzwischen 140 Staaten unterschrieben haben. Oder die Konvention über das Verbot zur Herstellung und zum Einsatz chemischer Waffen, die 1997 in Kraft trat. 130 Staaten haben sich dazu verpflichtet, sich an diese Übereinkunft zu halten.
Mit dem Begriff "Konvention" bezeichnet man auch Umgangs-
oder Verhaltensregeln, die von den meisten Menschen erwartet und eingehalten werden. So grüßt man freundlich, wenn man einen Nachbarn trifft, jüngere Leute überlassen älteren Menschen in der U-
Bahn oder im Bus ihren Sitzplatz oder lassen ihnen den Vortritt am Fahrstuhl. Man zieht zu bestimmten Gelegenheiten einen Schlips an, im Restaurant verhält man sich leise. Wenn man gegen diese Regeln verstößt, ist das natürlich nicht strafbar. Es wird höchstens geschimpft, wenn sich ein anderer in der Schlange vordrängelt und damit eine Konvention nicht beachtet.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
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