Dieses Wort spielte in der Debatte um eine neue Zuwanderungspolitik in
Deutschland eine Rolle. Wie haben sich
Ausländer zu verhalten, die in Deutschland auf Dauer leben wollen, war die Frage. Es gab
Politiker, die forderten, dass sich Ausländer der deutschen Kultur anpassen sollten. Dazu sollten sie die deutsche Sprache lernen, die deutschen sozialen und
kulturellen Lebensverhältnisse akzeptieren und sich ihnen anpassen und sie sollten sich für die deutsche
Verfassung entscheiden. Die deutsche Kultur sollte also "Leitkultur" für die Ausländer sein. Nach ihr sollten sich die Ausländer richten. Diese Forderung, die vor allem von Politikern der CDU erhoben wurde, löste Widerspruch aus und es gab unterschiedliche Meinungsäußerungen dazu. Dabei wurde vor allem die folgende Frage diskutiert: Wie weit müssen sich die Menschen aus anderen Kulturen in Deutschland anpassen und wieviel können sie von ihrer eigenen Kultur behalten, damit das Zusammenleben gut funktionieren kann?
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid