In der Umgangssprache sagt jemand: Ich bin im Moment nicht "flüssig" (im Lateinischen heißt das "liquide"). Das bedeutet, er oder sie hat nicht genug Bargeld, um sich etwas kaufen oder um Schulden zurückzahlen zu können. Wenn man Geld hat, dann ist man "liquide". Übertragen auf das
Wirtschaftsleben heißt das: Ein liquider Betrieb ist zahlungsfähig. Der Betrieb kann seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen, entweder, weil genug Geld auf dem Bankkonto des Unternehmens ist oder weil der Betrieb schnell die nötigen Geldmittel besorgen kann. "Liquidität" bezeichnet also einen Zustand, in dem man das Geld, das man braucht, zur Verfügung hat. Das Gegenteil von Liquidität heißt in der Fachsprache "Illiquidität", also "Zahlungsunfähigkeit".
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid