Jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin erhält für seine/ ihre Leistung einen Lohn, der üblicherweise in Geld ausgezahlt wird. Der Fachbegriff dafür ist "Geldlohn". Weitere Lohnformen sind Zeitlohn und Leistungslohn. Der "Stundenlohn" ist ein Zeitlohn. Hier ist genau festgelegt, wieviel Geld man pro Arbeitsstunde erhält. Die Höhe des Lohns richtet sich also danach, wie lange man arbeitet. Der "Akkordlohn" ist ein Leistungslohn, bei dem sich die Entlohnung danach richtet, wie viele Sachen, zum Beispiel wie viele T-
Shirts, in einer bestimmten Zeit fertig gestellt wurden. Das Einkommen von Angestellten nennt man "Gehalt", die
Beamten erhalten "Bezüge". Das Einkommen von selbstständig Tätigen, zum Beispiel von Ärztinnen, wird als "Honorar" bezeichnet. Schauspieler und andere Künstler bekommen eine "Gage".
Bei den Arbeitnehmern wird die Höhe des Lohns in bestimmten Abständen in einem
Tarifvertrag ausgehandelt.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
Was ist mit "Nominallohn" und "Reallohn" gemeint? wann steigen sie bzw. sinken sie? und kann die Arbeitslosigkeit die Höhe der Nominal-/Reallohns beeinflussen??
Antwort der Redaktion:
Hallo Mona, die Zusammenhänge nach denen du fragst, sind etwas kompliziert. Wir versuchen es dir, so einfach wie möglich zu erklären. Mit dem Nominallohn ist die tatsächliche Geldsumme gemeint, die ein Arbeitnehmer erhält. Der Reallohn bezeichnet die Kaufkraft des Lohnes, also die Summe der Waren, die er für dieses Geld kaufen kann. Der Nominallohn steigt, wenn ein Arbeitnehmer mehr Gehalt erhält. Ein Beispiel: Jemand verdiente 2010 15 Euro in der Stunde und 2011 16 Euro. Dann ist sein Stundenlohn um 1 Euro gestiegen. Der Reallohn hat etwas mit der
Inflation zu tun, also mit steigenden (oder sinkenden) Preisen. Im Beispiel hat ein Brötchen 2010 vielleicht 12 Cent gekostet und 2011 15 Cent. Der Arbeitnehmer hat also weniger einkaufen können für die gleiche Summe Geld. Sein Reallohn ist gesunken. Je mehr Menschen arbeitslos sind, desto weniger können sie einkaufen. Eine Folge davon kann sein, dass die Kaufkraft steigt. Die Preise sinken, weil die Verkäufer sonst ihre Waren nicht mehr los bekommen, und man kann für die gleiche Summe Geld mehr Waren bekommt. Auf der anderen Seite sinken bei hoher
Arbeitslosigkeit, also einem Überangebot von Arbeitnehmern, die Arbeitslöhne eher als dass sie steigen. Der Nominallohn wird also geringer.
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