In diesem Namen steckt schon die Bedeutung: Es wird Meinung erforscht. Für Meinungsforschung wird auch das
griechische Wort "Demoskopie" gebraucht. Diejenigen, die das machen, sind Meinungsforschungsinstitute oder Institute für Demoskopie. Sie bekommen zum Beispiel von einer Waschmittelfirma den Auftrag zu testen, ob die Kunden ein neues Produkt gut finden. Das Institut stellt dann einen Katalog von Fragen zusammen und
legt ihn bestimmten Personen vor. In diesem Falle vielleicht Hausfrauen, weil man annimmt, dass es die Hausfrauen sind, die die Waschmittel einkaufen. So will ein Meinungsforscher herausbekommen, ob es sich lohnt, ein neues Waschmittel auf den Markt zu bringen. In einem solchen Falle wird die Meinungsforschung "Marktforschung" genannt.
Vor
Wahlen werden Menschen besonders häufig nach ihrer Meinung befragt. Im Auftrag von
Zeitungen, Fernsehstationen oder
Parteien werden Personen entweder nach dem Zufallsprinzip ausgesucht oder nach Alter, Beruf, Geschlecht, Wohnort usw. Sie werden gefragt, welche Partei sie wählen wollen oder was ihnen an der Politik nicht gefällt. Eine beliebte Frage ist auch, welcher
Politiker nach ihrer Einschätzung seine Sache am besten und welcher sie am schlechtesten macht. Nach Auswertung der Antworten ergibt sich ein Bild, wie die Wahl insgesamt ausgehen könnte. Für die Parteien und Politiker sind die Ergebnisse wichtig, denn sie können ihren
Wahlkampf vielleicht noch entsprechend ändern, um die Wahl zu gewinnen.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid