Der Begriff "Nachhaltigkeit" stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft des 17. Jahrhunderts. Er bedeutet, dass man nicht mehr ernten soll, als in der Natur nachwachsen kann. Am Mittelmeer zum Beispiel sind ganze Regionen ohne Wald, weil man in den letzten 2000 Jahren das Holz zum Schiffsbau und zum Heizen völlig verbraucht hat. Der Regen hat dann den ungeschützten Waldboden weggeschwemmt und nur noch Felsen hinterlassen, auf denen man nichts mehr anpflanzen kann.
Heutzutage versteht man unter Nachhaltigkeit, dass auf die nachfolgenden
Generationen, also auf unsere Nachkommen, mehr Rücksicht genommen wird. Auch sie brauchen
Rohstoffe und Bodenschätze wie zum Beispiel Holz, Wasser, Erdöl, Kohle. Es gilt also immer noch der Leitsatz, dass wir nicht mehr ernten dürfen, als nachwachsen kann. Aber wir müssen auch dafür sorgen, dass unsere
Umwelt nicht durch Fabrikabgase, Schmutzwasser oder Gifte geschädigt wird. Denn kranke Bäume zum Beispiel wachsen nicht so gut wie gesunde oder sterben ganz ab. Mittlerweile treffen sich immer wieder
Politiker aus der ganzen Welt, um zu beraten, wie man die Natur am besten schützen kann, damit die Lebensgrundlage für uns und unsere Nachkommen erhalten bleibt. Auch jeder von uns ist zum Mittun aufgerufen. Die
UNO hat die Jahre 2005-
2014 deshalb zum Jahrzehnt der "
Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen.
Audio-Fassung dieses Artikels
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
Auf welchen Gebieten kann man nachhaltig leben ?
Antwort der Redaktion:
Hallo Girly, in vielen Bereichen des täglichen Lebens kann man auf Nachhaltigkeit achten. Hier einige Beispiele. Wer öfter das Auto stehen lässt und zu Fuß geht oder mit dem Fahrrad fährt, spart nicht nur Geld, sondern verbraucht auch weniger Benzin. Das ist gut, da Benzin aus Erdöl gewonnen wird, von dem wir nur begrenzte Mengen auf der Erde besitzen. Neben dem üblichen Strom, der in Kraftwerken produziert wird, die
Rohstoffe wie Kohle verbrennt, gibt es auch so genannten Ökostrom, bei dem der Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Zu erneuerbaren Energiequellen haben wir auch einen Eintrag in unserem Lexikon. Nachhaltig verhalten kann man sich weiterhin beim Einkaufen, indem man vor allem Produkte aus ökologischer Erzeugung, artgerechter Tierhaltung und von regionaler Herkunft kauft. Empfehlenswert sind Siegel wie etwa das Biosiegel auf vielen Produkten. Vermeiden sollte man es, zu viele verderbliche Produkte auf einmal zu kaufen, wenn man dann am Ende eh die Hälfte wegwirft. Alte Kleidung oder noch funktionstüchtige Möbel und Geräte kann man gut im Second-
hand-
Laden anbieten. Andere Menschen freuen sich vielleicht darüber und man erzeugt dadurch weniger Müll. Beim Müll ist es allgemein wichtig, ihn zu trennen, damit er recycelt werden kann. Daheim sollte man sparsam mit Wasser und Strom umgehen. Das Licht also immer ausschalten, wenn man einen Raum verlässt, den Kühlschrank nicht unnötig lange offen stehen lassen, die Heizung nicht höher als nötig einstellen und den Wasserhahn immer zudrehen, wenn man zum Beispiel beim Waschen oder Zähne putzen zwischendurch kein Wasser mehr braucht. Damit haben wir dir schon eine Menge Beispiele für nachhaltiges Handeln geliefert. Dir fällt bestimmt selbst auch noch das ein oder andere dazu ein, oder?
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