Wenn ihr die Schule beendet habt, werdet ihr nach einer Lehre oder nach einem Studium ins Arbeitsleben eintreten. Ihr bekommt Lohn oder
Gehalt, von dem monatlich ein bestimmter Anteil in die
Rentenversicherung unseres Landes eingezahlt wird. Wenn ihr das Rentenalter erreicht habt (das liegt heute in der Regel bei 67 Jahren), könnt ihr euer Arbeitsleben beenden und in den Ruhestand gehen. Um euren Lebensunterhalt zu sichern, beantragt ihr dann eure Rente. Dies ist ein Betrag, der euch monatlich ausgezahlt wird. Die Höhe ist davon abhängig, wie lange ihr in die Rentenversicherung eingezahlt habt. Sie hängt aber auch davon ab, wie viele Menschen zum Zeitpunkt eurer Verrentung arbeiten und damit auch in die Rentenversicherung einbezahlen. Denn mit dem Geld, das die Menschen, die im Moment arbeiten, in die Rentenversicherung einzahlen, wird die Rente derjenigen finanziert, die bereits im Ruhestand sind. Das ist ein
Generationenvertrag. Man kann während des Arbeitslebens zusätzlich auch in eine private Versicherung einbezahlen, um sicherzugehen, dass die Rente später auch ausreicht.
"Pension" heißt das Ruhegehalt, also die Rente einer Beamtin oder eines
Beamten. (Eine Pension ist ja auch, wir ihr wisst, ein Haus, das Unterkunft und Verpflegung bietet, und in dem ihr vielleicht schon mal Ferien gemacht habt.)
Und für die, die es genau wissen wollen: Das Wort "Rente" kommt aus dem Altfranzösischen "rente" und stammt vom lateinischen "reddere" ab, das heißt "zurückgeben".
Wie geht das mit die Rente, wenn ich mal alt bin, die Leute immer älter werden und es immer weniger Kinder gibt?
Antwort der Redaktion:
Hallo Peter, dies ist ein Problem, über das heute sehr viel gesprochen wird. Das jetzige Rentensystem geht davon aus, dass die arbeitende
Generation durch ihre Einzahlungen in die Rentenkasse für die Renten der nicht mehr arbeitenden älteren Menschen sorgt. Wenn nicht mehr genug Menschen arbeiten und einzahlen, gibt es auch weniger Geld für die Rentner. Deswegen überlegen die
Politiker und Fachleute, was zu tun ist. Die einen sagen, das das Rentensystem geändert werden muss. Andere sagen, dass eine Änderung nicht ausreicht, dass die Menschen vor allem selbst für ihr Alter vorsorgen müssen (was aber für Menschen, die wenig verdienen, fast nicht möglich ist). Wieder andere sagen, man muss alles unternehmen, dass mehr Menschen nach
Deutschland kommen, um hier zu arbeiten und auf dadurch auch in die Rentenkasse einzuzahlen. Viele sehen das Hauptproblem darin, dass es auf Dauer gar nicht genug Arbeitsplätze geben wird, um die Renten zu erwirtschaften. Die Politik bemüht sich darum, dieses schwierige Problem mit möglichst guten Ergebnissen zu lösen.