Deutschland ist eine Demokratie. Das heißt,
Bürgerinnen und Bürger üben die Herrschaft im Lande aus. Über ihnen gibt es keinen Kaiser,
König,
Diktator oder sonst einen Herrschenden. Alle
Staatsgewalt geht vom Volke aus, so steht es in unserem
Grundgesetz. Diese
demokratische Macht üben wir allerdings nicht direkt aus. Wir wählen vielmehr Personen und
Parteien, deren Vorstellungen den unseren ungefähr entsprechen und denen wir zutrauen, dass sie uns eine Weile
regieren können. Wir schicken also unsere Repräsentanten in die Volksvertretungen, zum Beispiel in den
Bundestag, damit sie dort in unserem Sinne handeln. Insofern handelt es sich in unserem Land um eine „repräsentative Demokratie“. Unsere Repräsentanten, also die von uns gewählten
Abgeordneten, treffen im
Parlament die Entscheidungen. Bei der direkten Demokratie, wie es sie zum Beispiel in unserem Nachbarland
Schweiz gibt, ist das Regierungssystem etwas anders geregelt. Dort müssen die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger bei einer
Volksabstimmung über wichtige
politische Entscheidungen direkt abstimmen.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
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