Schwarzmarkt in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg
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In Krisenzeiten, zum Beispiel nach
Kriegen, leben die Menschen oft in sehr schwierigen Verhältnissen. Da vieles zerstört ist, gibt es wenig zu kaufen und kaum etwas zu essen. Daher muss der
Staat dieses Wenige, zum Beispiel Lebensmittel und Heizmaterial, genau einteilen („rationieren“), damit jede
Familie etwas bekommt. Es werden sogenannte Lebensmittelkarten ausgegeben, aber es reicht trotzdem nicht für alle. So war das in
Deutschland nach den
Weltkriegen des letzten Jahrhunderts. Durch verbotenen Tauschhandel, zum Beispiel von Wertgegenständen gegen Lebensmittel, versuchten die Menschen zu überleben. Händler, welche die Notlage anderer ausnutzten, verlangten viel zu hohe Preise für die seltenen Güter, die sie sich teilweise auf ungesetzlichem Wege beschafft hatten. Solche Geschäfte wurden bestraft. Sie konnten nur geheim, sozusagen im Dunkeln gemacht werden. Nach dem
Ersten Weltkrieg entstand für diese Art des illegalen Tauschens und Handelns der Begriff "Schwarzmarkt". Heute, da fast alles in Geschäften zu bekommen ist, gibt es kaum noch einen Schwarzmarkt. Wenn aber zum Beispiel Pop-
Konzerte oder Fußballspiele ausverkauft sind, werden Eintrittskarten häufig auf dem Schwarzmarkt zu überhöhten Preisen angeboten.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
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