Das Wort kommt vom lateinischen "secta" und bedeutet "Richtung" oder "befolgter Grundsatz". Mit "Sekte" wird meist eine Glaubensgemeinschaft bezeichnet, die sich von einer größeren Gemeinschaft (man sagt auch "Mutterreligion") abgespalten hat. Die Gründe für diese Trennung sind unterschiedlich. Oft glauben die Mitglieder einer Sekte, den besseren oder einzig richtigen Weg zum Heil oder zur Erlösung gefunden zu haben. Sekten gibt es in allen großen Religionen.
Der Begriff "Sekte" hat heute einen abwertenden Beiklang. Es gibt nämlich Sekten, in denen die Mitglieder
manipuliert und so beeinflusst werden, dass sie fast willenlos ihren Führern folgen. Viele Mitglieder von Sekten gelten als
fanatisch, weil sie nicht bereit sind, sich mit kritischen Fragen auseinanderzusetzen.
Will man den schlechten Eindruck vermeiden, den viele Menschen mit dem Wort "Sekte" verbinden, gebraucht man für kleinere Gruppen auch die Bezeichnungen "
religiöse Sondergemeinschaft" oder "neureligiöse Gemeinschaft". Besonders seit der Mitte des 19. Jahrhunderts haben sich solche Gemeinschaften gebildet. Zum
Christentum gehören beispielsweise die Adventisten, die Mormonen, die Zeugen Jehovas oder die Vereinigungskirche. Auch im
Islam gibt es Sekten, bei uns ist zum Beispiel die Ahmadiyyas-
Sekte bekannt. Im
Hinduismus entwickelte sich neben der Baghwan-
Sekte die Hare-
Krishna-
Bewegung, und im
Buddhismus gibt es über 300 verschiedene kleine Religionen, die heute insbesondere in
Japan beheimatet sind.
Warum verbietet man Scientology nicht?
Es ist doch allgemein bekannt, das Scientology versucht die Menschen zu unterdrücken.
Antwort der Redaktion:
Hallo Marius, in
Deutschland wird immer mal wieder diskutiert, Scientology zu verbieten, da die Sekte in der Tat sehr umstritten ist. Es ist jedoch nicht so einfach, eine Glaubensgemeinschaft zu verbieten. Dafür müssen schon handfeste Gründe vorliegen. Ein solcher Grund ist zum Beispiel, wenn eine Sekte gegen unsere
Verfassung und die
Grundrechte unseres
Staates verstößt.