Mit diesem Begriff werden die sozialen Probleme bezeichnet, die es in
Deutschland seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Folge der Industriellen
Revolution gab. Aufgrund der rasanten technischen Entwicklungen wie zum Beispiel der Dampfmaschine wurden immer mehr Fabriken gebaut. Die verarmte Landbevölkerung drängte in die Städte, um dort Arbeit zu finden. Doch damit entstanden viele Probleme. Es gab nicht genug Arbeitsplätze für die vielen arbeitssuchenden Menschen. Und für diejenigen, die Arbeit fanden, waren die Arbeitsbedingungen in den Fabriken und Bergwerken oft katastrophal und die Löhne sehr niedrig. Die Folge war, dass viele Industriearbeiter wie auch
Handwerker und Händler immer größere Not litten.
Viele Menschen machten sich deshalb Gedanken, wie man diese Probleme lösen könnte. Auch die Kirchen, Arbeiterorganisationen und
Parteien haben dazu Ideen entwickelt, So entstand allmählich die moderne
Sozialpolitik: Die Menschen wurden abgesichert durch Kranken-
,
Arbeitslosen-
und
Rentenversicherung.
In den letzten Jahren hört man öfters den Begriff "Neue Soziale Frage". Damit sind die sozialen Probleme gemeint, die unsere heutige
Gesellschaft kennzeichnen. Dazu zählen neue Formen der
Armut, die Ausgrenzung bestimmter Gruppen der Gesellschaft oder auch die Schwierigkeiten, die alte Menschen oder alleinstehende Mütter haben.
(Lies auch einmal nach bei den Stichworten
Sozialstaat,
Sozialleistung,
Soziale Marktwirtschaft, Sozialversicherung.)
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
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