Wer seinen Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft verdienen kann und bedürftig ist, erhält in
Deutschland vom
Staat Sozialhilfe. Das können zum Beispiel Kinder sein oder auch alte Menschen oder Mütter und Väter, die als Alleinerziehende mit kleinen Kindern leben. Bedürftige Menschen, die erwerbsfähig sind, also arbeiten könnten, können
Arbeitslosengeld beantragen. Sozialhilfe bekommt man nur im Notfall. Bevor jemand Sozialhilfe bekommt, wird geprüft, ob er oder sie tatsächlich bedürftig ist und ob zum Beispiel die eigenen Eltern oder der Ehepartner helfen könnten.
Die Sozialhilfe ist unterteilt: Ein Teil soll den Lebensunterhalt sichern, mit dem anderen Teil werden die Miet-
und Heizkosten bis zu einer angemessenen Höhe übernommen. Die Höhe der Sozialhilfe ist von
Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Überall aber soll die Sozialhilfe das Existenzminimum sichern. Der Gedanke, dass alle Menschen wenigstens das Nötigste zum Leben haben müssen, ist ein Kernstück unseres
Sozialstaats.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
hallo,es ist alles schön und gut aber wie weit soll es so noch gehen??? Die meisten Sozialhilfeempfänger Arbeitslosen sind zu faul um zu Arbeiten wieso sollen sie noch arbeiten wenn sie genug Geld erhalten so denken die. Und die Menschen die Arbeiten zahlen auch noch für die Arbeitlose...
ich frage mich wirklich ob dejenige der Arbeitet doof ist oder der jenige der nicht arbeitet???????
Antwort der Redaktion:
Hallo nini, so einfach ist es nicht. Wir leben in einem
Sozialstaat. Die Menschen haben ein Recht auf Unterstützung, wenn sie in eine Notsituation geraten. Die Unterstützung von Langzeitarbeitslosen kostet Geld, das der
Staat aufbringen muss. Leider gibt es in
Deutschland im Moment nicht genügend Arbeitsplätze, damit alle, die arbeitslos sind, auch Arbeit finden können. Das Geld, das man bekommt, ist auch nicht so viel, dass man davon große Sprünge machen kann. Für die meisten reicht es gerade so zum leben. Aber alles andere, z.B. Kino, Urlaub oder schöne Kleider sind da häufig nicht drin. Dass die meisten
Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger faul sind, ist sicher falsch und ein
Vorurteil. Gewiss gibt es auch ein paar Schwarze Schafe, aber es ist davon auszugehen, dass die meisten Menschen arbeiten wollen, aber es für sie nicht möglich ist, einen Arbeitsplatz zu finden.