Straßenkinder haben keinen festen Wohnsitz. Sie leben auf der Straße und sind ganz auf sich selbst gestellt. Dafür kann es viele Gründe geben. Sie reichen vom Streit mit den Eltern über Drogensucht bis zu totaler
Armut der Familien, aus denen diese Kinder kommen. Um überleben zu können, müssen die Kinder häufig schlecht bezahlte Jobs übernehmen, also
Kinderarbeit leisten. Oft stehlen sie oder machen andere kleinkriminelle Dinge, weil sie anders ihre Existenz nicht sichern können. Oft nutzen auch Gangster ihre elende Lage aus und zwingen sie, für sie zu arbeiten, manchmal sogar als Kinderprostituierte. Straßenkinder gibt es nicht nur in den ärmeren Ländern der
Dritten Welt. Man kann sie auch in den großen Städten der
Industriestaaten finden.
wieso schicken die eigenen eltern
ihre kinder auf den strich oder verkaufen sie?
nur wegen geldmangel?
Antwort der Redaktion:
Hallo Felicitas, bei Eltern muss die Verzweiflung schon sehr groß sein, wenn sie ihren Kindern so etwas antun. Geldmangel und fürchterliche
Armut gehören zu den häufigsten Gründen. Manchmal fallen Eltern auch auf die Angebote von Kinderhändlern rein: diese versprechen ihnen, dass es den Kindern gut gehen wird und sie ein schönes Leben werden führen können, wenn sie mit ihnen kommen. Tatsächlich aber werden die Kinder von diesen Händlern missbraucht und zur Prostitution gezwungen. Manchmal erpressen die Händler auch die Eltern, so dass diese keine andere
Wahl mehr sehen, als ihre Kinder wegzugeben. Kinder, die sich prostituieren, sind sehr oft auch Straßenkinder. Entweder haben sie keine
Familie mehr oder sie sind von zu Hause weggelaufen, da sie dort nur Gewalt und Missbrauch kennen gelernt haben. Durch die Prostitution erhoffen sich die Kinder ein besseres Leben, ein Wunsch, der sich wahrscheinlich niemals erfüllt. Viele der Kinder sind drogensüchtig. Sie müssen ihren Körper immer weiter verkaufen, um ihre Sucht finanzieren zu können. Mehr Informationen zu Kinderprostitution und
Kinderhandel findest du bei
UNICEF.
was macht ein staat eigentlich gegen straßenkinder?
Antwort der Redaktion:
Hallo Sarah, für einen
Staat ist es schwer, etwas gegen
Kinderarbeit zu unternehmen. In
Deutschland reißen Kinder ja zum Beispiel von zu Hause aus, weil sie es wegen der dortigen Streitigkeiten nicht mehr aushalten oder sich mit den Eltern zerstritten haben. Hier kann der Staat helfen, indem er Familien stärkt, sie mehr unterstützt und Angebote zur Verfügung stellt, die Familien helfen,
Konflikte gemeinsam zu lösen. In
Entwicklungsländern leben viele Waisenkinder auf der Straße. Hier ist das Problem noch schwerer zu lösen. Meistens ist der Staat in diesen Ländern zu
arm, um Straßenkindern wirklich zu helfen. Diese Aufgabe übernehmen dort Hilfsorganisationen. Das sind zum Beispiel
Unicef und Terre des hommes. Auf deren Internetseiten kannst du dich über ihre Projekte informieren.
wieso verkaufen die eltern ihre kinder oder lassen es einfach vor einer haustür stehen nur weil sie geldmangel haben und in armut stehen??? falls ich ein kind hätte und ich in armut wäre dann hätte ich mein baby NIEMALS verkauft oder einfach auf der straße liegen lassen.
Antwort der Redaktion:
Hallo irem, du hast recht, dass es für uns unvorstellbar ist, das eigene Kind wegzugeben. Die Not von Menschen, die so etwas trotzdem machen, muss also wirklich sehr groß sein. Es ist schlimm, dass es so etwas auf der Welt gibt.