Straßenkinder haben keinen festen Wohnsitz. Sie leben auf der Straße und sind ganz auf sich selbst gestellt. Dafür kann es viele Gründe geben. Sie reichen vom Streit mit den Eltern über Drogensucht bis zu totaler
Armut der Familien, aus denen diese Kinder kommen. Um überleben zu können, müssen die Kinder häufig schlecht bezahlte Jobs übernehmen, also
Kinderarbeit leisten. Oft stehlen sie oder machen andere kleinkriminelle Dinge, weil sie anders ihre Existenz nicht sichern können. Oft nutzen auch Gangster ihre elende Lage aus und zwingen sie, für sie zu arbeiten, manchmal sogar als Kinderprostituierte. Straßenkinder gibt es nicht nur in den ärmeren Ländern der
Dritten Welt. Man kann sie auch in den großen Städten der
Industriestaaten finden.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
wieso schicken die eigenen eltern
ihre kinder auf den strich oder verkaufen sie?
nur wegen geldmangel?
Antwort der Redaktion:
Hallo Felicitas, bei Eltern muss die Verzweiflung schon sehr groß sein, wenn sie ihren Kindern so etwas antun. Geldmangel und fürchterliche
Armut gehören zu den häufigsten Gründen. Manchmal fallen Eltern auch auf die Angebote von Kinderhändlern rein: diese versprechen ihnen, dass es den Kindern gut gehen wird und sie ein schönes Leben werden führen können, wenn sie mit ihnen kommen. Tatsächlich aber werden die Kinder von diesen Händlern missbraucht und zur Prostitution gezwungen. Manchmal erpressen die Händler auch die Eltern, so dass diese keine andere
Wahl mehr sehen, als ihre Kinder wegzugeben. Kinder, die sich prostituieren, sind sehr oft auch Straßenkinder. Entweder haben sie keine
Familie mehr oder sie sind von zu Hause weggelaufen, da sie dort nur
Gewalt und Missbrauch kennen gelernt haben. Durch die Prostitution erhoffen sich die Kinder ein besseres Leben, ein Wunsch, der sich wahrscheinlich niemals erfüllt. Viele der Kinder sind drogensüchtig. Sie müssen ihren Körper immer weiter verkaufen, um ihre Sucht finanzieren zu können. Mehr Informationen zu Kinderprostitution und
Kinderhandel findest du bei
UNICEF.