Der
Zweite Weltkrieg endete 1945 mit der Niederlage des
nationalsozialistischen Deutschlands. Im Potsdamer
Abkommen vom 2. August 1945 beschlossen die vier Siegermächte
USA,
Sowjetunion,
Großbritannien und
Frankreich, Deutschland in vier Besatzungszonen aufzuteilen. Schon bald kam es zu Spannungen zwischen den Siegermächten. Die drei westlichen Zonen wurden demokratisch, hier wurden schon 1946 freie
Wahlen durchgeführt. Am 23. Mai 1949 schließlich wurde das
Grundgesetz für die aus den drei Zonen hervorgegangene
Bundesrepublik Deutschland verkündet. Es war ein
demokratischer deutscher
Staat entstanden mit der
Hauptstadt Bonn.
In der von der Sowjetunion verwalteten Zone, der sogenannten Ostzone, entwickelte sich ein von der Sowjetunion abhängiger Staat. Zur Hauptstadt wurde Ost-
Berlin bestimmt. Hier hatte die
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) die Macht. Dieser Teil Deutschlands nannte sich
Deutsche Demokratische Republik. Dieser Staat, der lange Zeit von der Mehrzahl der westlichen Staaten nicht anerkannt wurde, war trotz der Namensgebung keineswegs demokratisch. So gab es
Der "Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands - Einigungsvertrag", unterzeichnet am 24. September 1990
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beispielsweise keine freien Wahlen.
Viele Menschen haben die DDR in den ersten Jahren nach ihrer Gründung verlassen und sind nach Westdeutschland gegangen. 1961 haben die Machthaber der DDR den Bau der
Berliner Mauer veranlasst, um die Menschen an einer Flucht in den Westen zu hindern. Damit war die Teilung des Landes für alle Welt sichtbar vollzogen. Sie wurde erst mit dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 und mit der
Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 beendet.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid