Die blauen Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks (die Abkürzung lautet THW) habt ihr vielleicht schon auf der Straße gesehen. Oder im Fernsehen, wenn über schwere
Naturkatastrophen, über Erdbeben, Überschwemmungen, einen Flugzeugabsturz oder ein Eisenbahnunglück berichtet wird. Dann sind oft die Helfer des THW zur Stelle, denn die Menschen in den betroffenen Gebieten, egal ob im Ausland oder bei uns in
Deutschland, brauchen ganz schnell Hilfe. Das THW untersteht dem
Bundesminister des Innern. Die Aufgabe des THW ist es, Menschen und Tiere aus Gefahrenlagen zu retten, Schäden an der Strom-
und Wasserversorgung zu reparieren, zerstörte Wege und Übergänge wieder herzurichten. Auch in weit entfernten Ländern kennt man das deutsche THW. So wurden zum Beispiel in
Südafrika Anlagen für Trinkwasseraufbereitung gebaut, in der
Türkei, in Kolumbien oder Taiwan halfen Hundestaffeln des THW bei der Suche nach Verschütteten nach schweren Erdbeben. Den größten Auslandseinsatz des Technischen Hilfswerks gab es im Jahr 2000. Damals haben mehr als 1500 Helferinnen und Helfer in
Frankreich mitgeholfen, die Schäden nach schweren Winterstürmen zu beseitigen. Das THW wurde 1953 gegründet. Es gibt heute mehr als 660 Ortsverbände, in denen sich Frauen und Männer zum Teil hauptamtlich, vor allem aber
ehrenamtlich engagieren.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
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