Dies ist eine staatliche Neuordnung des Geldwesens. Oft gibt es dabei eine neue
Währung. Diese neue Währung ersetzt das alte Geld, das dann nichts mehr wert ist. Durchgeführt wird eine Währungsreform meistens dann, wenn die
Staatsfinanzen schwer zerrüttet sind. Der Staat hat dann nicht mehr genug Geld, um seine Schulden zu bezahlen, und außerdem fehlt Geld, um die
staatlichen Aufgaben zu finanzieren. Eine Währungsreform soll dann einen Neuanfang ermöglichen.
In
Deutschland gab es schon mehrere Währungsreformen. 1923 wurde eine Währungsreform durchgeführt, weil die
wirtschaftlichen Probleme nach dem
Ersten Weltkrieg zu einer gewaltigen
Inflation geführt hatten. Auch nach dem
Zweiten Weltkrieg gab es eine Währungsreform. Am 20. Juni 1948 wurde in den westlichen Besatzungszonen, die später zur Bundesrepubik Deutschland wurden, die Deutsche Mark als neue Währung eingeführt. Die alte Reichsmark war von diesem Tag an nichts mehr wert. Wenn man etwas kaufen wollte, so musste man dafür jetzt D-
Mark bezahlen. Für diesen Neuanfang erhielt jede/r
Bürger/in 40 D-
Mark. Die Sparguthaben wurden im Verhältnis 10:1 umgewertet: für 100 Reichsmark wurden 10 D-
Mark gutgeschrieben.
In der sowjetisch besetzten Zone, die später die
DDR wurde, gab es 1948 ebenfalls eine Währungsreform. Für jede Reichsmark erhielt man eine Mark der DDR. Nach dem Zusammenbruch der DDR konnten die DDR-
Bürger/innen ihre Mark der DDR im Verhältnis 1:1 in D-
Mark umtauschen. Diese bisher letzte Währungsreform war eine Voraussetzung für die deutsche
Wiedervereinigung und den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3. Oktober 1990.