Das meiste, was wir zum Leben brauchen, also zum Beispiel Essen, Wohnung oder Kleidung, hat einen bestimmten Preis. Rechnet man alle Preise zusammen, ergibt das die Lebenshaltungskosten. Viele Menschen wollen wissen, wie hoch die Lebenshaltungskosten im Durchschnitt sind oder auch, ob sie im letzten Jahr gestiegen sind. Deswegen wird in einer
amtlichen Statistik der sogenannte Preisindex (durchschnittlicher Messwert) dieser Kosten errechnet.
Um die Lebenshaltungskosten möglichst genau zu ermitteln, stellen die Statistiker in bestimmten Zeitabständen in Supermärkten und anderen Geschäften immer die gleichen Sachen zusammen. Weil sie diese Waren wie in einem Einkaufskorb sammeln, spricht man dabei auch von einem "Warenkorb". Das sind zum Beispiel immer ein
Pfund Butter, ein Liter Milch, fünf Kilo Kartoffeln, Kleidung und eine Menge anderer Dinge, die man zum Leben braucht. Am Schluss wird alles zusammen gerechnet. Dazu kommen die Kosten für Miete, Strom, Wasser, Benzin, Schulgeld, Fahrgeld, Autosteuer und noch vieles mehr. Angenommen, die Gesamtsumme beträgt heute 2000 Euro. Wenn vor fünf Jahren genau die gleichen Sachen 1500 Euro gekostet haben, ist das Leben inzwischen um 500 Euro oder um 33 Prozent teurer geworden.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
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