Nach dem
Ersten Weltkrieg musste der deutsche Kaiser zurücktreten und die sogenannte Weimarer Republik begann (1919-
1933). Der Name lässt sich leicht erklären: In der Stadt Weimar kam die Nationalversammlung zusammen und arbeitete eine demokratische
Verfassung ("Weimarer
Reichsverfassung") aus.
Mit dieser Verfassung wurde
Deutschland ein
parlamentarisch-
demokratischer Bundesstaat. Staatsoberhaupt der Weimarer Republik war der vom
Volk gewählte Reichspräsident (1919-
1925: Friedrich Ebert, ab 1925: Paul von Hindenburg). Die Weimarer Republik hatte von Anfang an mit großen Problemen zu kämpfen. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg gab es große
wirtschaftliche Probleme, eine
Inflation und Millionen von
Arbeitslosen. Die
Weltwirtschaftskrise von 1929 hat die Situation noch verschärft. Das größte Problem aber war, dass die Weimarer Republik von Beginn an viele Gegner in der
Bevölkerung hatte. So bestimmten starke
politische Unruhen das politische und
gesellschaftliche Geschehen in Deutschland.
Radikale Strömungen (
Kommunisten, Nationalsozialisten), die sich gegenseitig bekämpften, gewannen immer mehr an Einfluss. Im Jahre 1933 kam Adolf Hitler an die Macht. Die demokratische Weimarer Republik brach zusammen und die
nationalsozialistische Diktatur nahm ihren Anfang.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
Warum hat die Nationalversammlung ausgerechnet in Weimar stattgefunden und nicht in einer anderen deutschen großen Stadt wie zum Beispeil Köln oder Hamburg?
Antwort der Redaktion:
Hallo Kathi, da man in Berlin wegen der Unruhen nicht bleiben konnte, brauchte man eine Stadt, die zwar weit genug weg war von Berlin, aber doch nicht zu weit. Auch sollte es möglichst eine Stadt mit historischer Bedeutung sein. Deshalb entschied man sich für Weimar.
Woher hat die Weimarer Rebublik ihren Namen? Wieso fand gerade dieses Ereignis in Weimar und nicht in Berlin statt? Hat das etwas mit der alten Monarchie zu tun?
Antwort der Redaktion:
Die Weimarer Republik hat ihren Namen, weil die Nationalversammlung, die in Weimar getagt hat, dort auch die
Verfassung für das Deutsche Reich ausgearbeitet hat. Die Nationalversammlung hat in Weimarer getagt, weil in Berlin ein Aufstand
linksradikaler Kräfte (Spartakusaufstand) stattfand, dem man auf diese Weise aus dem Weg gehen wollte.
Was waren politische Ideen am Anfang der Weimarer Republik?
Antwort der Redaktion:
Hallo Maria, eure Hausaufgaben können und wollen wir hier nicht machen. Aber ganz kurz: Nach dem
Ersten Weltkrieg kam es zu einer
Revolution, die in der Abschaffung der
Monarchie und dem Ausrufen einer
Republik endete. Die Weimarer Republik war dann die erste Demokratie auf deutschem Boden. Allerdings gab es auch weiterhin Gruppen, die eine Monarchie befürworteten oder einen
kommunistischen Staat schaffen wollten. Die
demokratischen Kräfte setzten sich aber durch. Ein wichtiger Bestandteil der
Verfassung wurde dann zum Beispiel der
Parlamentarismus und die
Gewaltenteilung.
Hier und
hier findest du Informationen, die dir sicher weiterhelfen.
Was hatten sie für aufgaben
Antwort der Redaktion:
Hallo Nicole, wen meinst du denn? Schreib uns doch bitte noch einmal und überlege dir vorher genau, was du wissen möchtest, dann könnten wir dir sicherlich besser helfen.
Warum gab es so viele Parteien in der Weimarer Republik?
Antwort der Redaktion:
Hallo Nele, nach dem Kaiserreich war die Weimarer Republik die erste Demokratie in
Deutschland. Die Menschen wollten ihre Interessen durchsetzen und haben dazu
Parteien gegründet. Je unterschiedlicher die Interessen waren, so dachten viele damals, desto mehr Parteien müsse es geben, die diese unterschiedlichen Interessen durchsetzen. So wurden immer wieder neue Parteien gegründet. Die Idee großer Volksparteien war noch nicht so verbreitet -
und sicherlich war eine solche Idee auch nicht sehr beliebt. Denn: Je größer eine Partei ist, desto mehr Menschen müssen
Kompromisse machen, um sich auf ein Programm zu einigen. Das fordert große Bereitschaft, aufeinander zuzugehen und nach Kompromissen zu suchen. Dies aber ist ja auch ein Wesenszug
demokratischer Gesellschaften. Die Weimarer Republik aber war noch nicht erfahren im Umgang mit Demokratie.
wo liegt der Unterschied zwischen dem Kaiserreich und der Weimarer Republik?
Antwort der Redaktion:
Hallo Sofie, das Deutsche Kaiserreich gab es zwischen 1871 und 1918, die Weimarer Republik schloss sich daran an -
1919 bis 1933. Es gab viele Unterschiede -
einer war, dass es im Kaiserreich einen Kaiser gab, in der Weimarer Republik aber nicht. Die Weimarer Republik war eine
Demokratie. Als Folge des
Ersten Weltkrieges gehörte in der WR Elsaß-
Lothringen nicht mehr zu
Deutschland. Am besten schaust du mal in deinem Geschichtsbuch nach -
denn alle Unterschiede können wir dir hier nicht nennen.
Wieso startete die Weimarer Republik unter schweren Bedingungen?
Antwort der Redaktion:
Hallo Karl, der
Erste Weltkrieg war vorbei, das Deutsche Reich hatte verloren. Das Kaiserreich war beendet. Die
Wirtschaft war am Boden. Der
Friedensvertrag von Versailles hat festgelegt, dass
Deutschland große Wiedergutmachungen zu leisten hatte. In Deutschland gab es keine Demokratie bis dahin. Die Demokraten mussten um Mehrheiten kämpfen, es war keineswegs so, dass alle der Meinung waren, dass ein
demokratischer Neuanfang nun das Richtige wäre. Dies waren einige der Schwierigkeiten.
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