Beim Bau des bis dahin größten Wasserstaudamms in Ägypten am Nil im Jahre 1960 drohten Tempelanlagen der alten Ägypter für immer im angestauten Wasser zu versinken. Damals entstand die Idee, dass besonders wertvolle Zeugnisse der Vergangenheit für die Nachwelt erhalten werden müssten. Seitdem trifft sich einmal im Jahr ein Auswahlkomitee der
UNESCO und entscheidet darüber, welche Bauwerke, Naturdenkmäler oder Kunsterzeugnisse als Weltkulturerbe gelten und deshalb unter besonderen Schutz gestellt werden sollen. Zum Weltkulturerbe gehören der
Kölner Dom genauso wie die Lagunen von Venedig, das Tadsch Mahal in
Indien oder der Yellowstone-
Nationalpark in den
USA.
Insgesamt gibt es heute etwa 900 Objekte, die auf der Liste des Weltkulturerbes stehen und jedes Jahr kommen neue hinzu. Auseinandersetzungen gab es in den letzten Jahren in Dresden. Die wegen ihrer Schönheit berühmte und viel besuchte Flusslandschaft der Region galt als Weltkulturerbe. Doch nach dem Baubeginn einer Brücke, die das Panorama empfindlich stören wird, strich die UNESCO das Elbtal wieder aus der Liste.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid