Dieser Begriff aus der Wirtschaftswelt wird verwendet, wenn es um Gewinne geht. Dazu ein Beispiel: Nehmen wir an, jemand bestellt bei einem Schreiner einen Schrank. Der Schreiner berechnet, wie viel er an Material, an Arbeitsstunden, an Strom und so weiter braucht. Dann wird er dem Kunden einen Preis für den Schrank nennen. Den Unterschied zwischen den Kosten, die der Schreiner hatte und dem, was er durch den Verkaufspreis verdient, bezeichnet man als "Gewinn" oder „Wertschöpfung“.
Allerdings kann dieser Unterschied zwischen Kosten und Verkaufspreis auch zum Nachteil des Schreiners ausfallen, weil vielleicht das Material teurer wurde oder sonstige Eigenkosten nicht bedacht waren. In diesem Falle spricht man von „Verlust“ oder „negativer Wertschöpfung“.
Dieses kleine Beispiel lässt sich auf die großen Geschäfte im
Wirtschaftsleben ausdehnen. Gibt etwa eine
Bank einem Großunternehmen einen Millionenkredit, sind die
Zinsen entsprechend hoch. Das Unternehmen verwendet das Kreditgeld vielleicht für den Bau neuer Hallen, den Kauf neuer Maschinen und stellt
Arbeitskräfte ein. Wenn sich das alles auszahlt, weil die neuen Produkte gut gekauft werden, kann der
Kredit samt Zinsen zurückgezahlt werden. Was darüber hinaus verdient wurde, kann als Gewinn oder Wertschöpfung verbucht werden.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
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