Ein
Staat hat bestimmte Regeln und Normen, nach denen seine
Wirtschaft funktioniert. Das kann eine Wirtschaftsordnung sein, die von einer zentralen Stelle aus gesteuert wird. Dies nennt man
Zentralverwaltungswirtschaft. Ganz anders ist es in einer Marktwirtschaft. Hier gilt das Prinzip von
Angebot und Nachfrage. Die Wirtschaft wird nicht zentral gesteuert, sondern der Markt selbst, also die am Wirtschaftsleben Beteiligten regeln das Wirtschaftsgeschehen. Diese beiden Systeme – Zentralverwaltungswirtschaft und Marktwirtschaft -
können sich auch mischen, das heißt, Teile der Wirtschaft werden zentral gelenkt, andere sind nach Angebot und Nachfrage organisiert.
Die Wirtschaftsordnung, die in vielen
demokratischen Staaten und auch bei uns in
Deutschland gilt, ist die Marktwirtschaft. Aber in manchen Bereichen greift bei uns der Staat ins Wirtschaftsgeschehen ein, um soziale Ungerechtigkeiten zu verhindern. Deshalb bezeichnen wir in Deutschland unsere Wirtschaftsordnung als "
soziale Marktwirtschaft".
Die Wirtschaftsordnung, die auch manchmal "Wirtschaftsverfassung" genannt wird, bestimmt, wie das Wirtschaftsleben eines Landes geregelt ist. Sie legt also fest, nach welchen
Gesetzen sich die wirtschaftlichen Aktivitäten richten müssen. Das Ziel aller Wirtschaftsordnungen ist es dafür zu sorgen, dass alle Menschen in einem Land genug zum Leben und möglichst ein gutes Auskommen haben.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
Was macht der Staat um die Marktwirtschaft zu erhalten ? können Sie mir das erklären?
Antwort der Redaktion:
Hallo Ricarda, der
Staat gibt dem Markt in der Marktwirtschaft die nötige
Freiheit, sich selbst zu entfalten, aber dabei auch Dinge zu beachten, die für ein faires Miteinander der Menschen wichtig sind. Das nennt man "
regulieren". So lange der Staat kaum oder gar nicht in das Wirtschaftsgeschehen eingreift, hat man die Marktwirtschaft, da dann
Angebot und Nachfrage den Markt bestimmen. Je mehr eine
Regierung aber eingreift und desto mehr Vorschriften sie macht, desto weniger frei ist der Markt. Und wenn der Staat alles plant und vorgibt und zentral leitet, dann hat man die
Zentralverwaltungswirtschaft. Und was das ist, haben wir in unserem Lexikon unter dem Stichwort erklärt.
Wie kann unsere Wirtschaft vom Ausland gefährdet werden?
Antwort der Redaktion:
Hallo Stefanie, heutzutage wird nicht mehr nur im Inland Handel betrieben, sondern mit Käufern und Verkäufern in der ganzen Welt. Auch für
Deutschland ist der Export, also der Verkauf von Waren und
Dienstleistungen ins Ausland, sehr wichtig. Ein großer Teil des deutschen Wirtschaftswachstums geht auf den Export zurück und bis vor kurzem war Deutschland sogar Exportweltmeister. Durch den Handel im Ausland macht sich die deutsche Wirtschaft aber natürlich von den Entwicklungen im Ausland abhängig. Wenn es den anderen Ländern
wirtschaftlich nicht gut geht, z.B. wegen der
Finanzkrise, werden weniger Produkte aus Deutschland gekauft und das wirkt sich negativ auf die deutsche Wirtschaft aus.
Aber auch von Importen aus anderen Ländern ist Deutschland abhängig. Erdöl und Benzin sind zum Beispiel Produkte, die vor allem aus dem Nahen-
und Mittleren Osten eingekauft werden. Wenn die Beziehungen zu den Ländern dort angespannt sind -
wie zum Beispiel derzeit mit dem
Iran -
dann muss Deutschland zusehen, dass es seine Versorgung über andere Länder abdeckt. Unter dem Stichwort
Globalisierung kannst du dich weiter über dieses Thema informieren.
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