Mit dem Begriff "Wirtschaftswunder" bezeichnet man den raschen
wirtschaftlichen Aufstieg in Westdeutschland nach dem
Zweiten Weltkrieg. In den 1950er Jahren wuchs die Wirtschaft in der Bundesrepublik sehr schnell. Neue Unternehmen entstanden, viele Waren, die in Deutschland hergestellt wurden, konnten ins Ausland verkauft werden. Es gab fast keine
Arbeitslosen. Die Menschen verdienten gut, der Wohlstand war überall sichtbar.
Der Wille der
Bevölkerung, das Land nach den verheerenden Zerstörungen durch den
Krieg schnell wieder aufzubauen, war eine der treibenden Kräfte für den wirtschaftlichen Aufstieg. Entscheidend war aber auch die
Währungsreform von 1948 sowie der sogenannte Marshallplan. Dies war ein
europäisches Wiederaufbauprogramm. Es wurde benannt nach dem
amerikanischen Politiker und General George C. Marshall (1880-
1959), der dieses Programm 1947 verkündet hatte. In Deutschland denkt man auch an
Ludwig Erhard, wenn man vom "Wirtschaftswunder" spricht. Ludwig Erhard (1897-
1977) war der erste
Wirtschaftsminister der
Bundesrepublik Deutschland. Er hatte die Einführung der sozialen
Marktwirtschaft voran getrieben, die für die Wohlstandsentwicklung sehr wichtig war.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid
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