Das Wort "Wohlfahrt" wird aus dem alten mittelhochdeutschen Wort "wolvarn" abgeleitet. Es bedeutete soviel wie "Wohlergehen" eines Einzelnen oder einer Gemeinschaft. Eine wichtige Aufgabe des Staates ist es, für das Wohlergehen seiner Bürger zu sorgen. Aber nicht nur der Staat kümmert sich um das Wohlergehen seiner
Bürgerinnen und Bürger. Auch nicht-
staatliche Organisationen übernehmen solche Aufgaben. Dies sind zum Beispiel die Wohlfahrtsverbände. Sie sind
politisch unabhängig, manche von ihnen arbeiten auf kirchlicher Grundlage. Sie organisieren und leisten Arbeit, die für die
Gesellschaft wichtig und nützlich (
gemeinnützig) ist. Dazu gehören unter anderem Jugendarbeit, Arbeit in der Altenpflege, Hilfe für
Behinderte oder für Suchtgefährdete. Teilweise werden diese Verbände von den Behörden mit Aufgaben betraut und bekommen dafür staatliche Unterstützung. Oft sind sie auf Spenden oder die Beiträge ihrer Verbandsmitglieder angewiesen. Die größten Wohlfahrtsverbände in
Deutschland sind der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband (DPWV) und die Arbeiterwohlfahrt (AWO), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das Diakonische Werk, der Deutsche Caritasverband und die Zentralwohlfahrtsstelle der
Juden in Deutschland.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid