Diese beiden Begriffe werden meist gleichwertig verwendet. Gemeint ist damit, dass
Arbeitskräfte für eine bestimmte Zeit von einer Leihfirma an Betriebe zum Arbeiten "ausgeliehen" werden. Die Arbeitskräfte sind bei der Leiharbeitsfirma angestellt. Wenn ein Betrieb einmal zu wenig Arbeitskräfte hat, kann er sich Arbeitskräfte bei der Leihfirma "ausleihen".
Wieso leihen sich Betriebe Arbeitskräfte aus und stellen nicht selbst Arbeitskräfte ein?
Für die Betriebe hat das den Vorteil, dass sie die ausgeliehenen Arbeitskräfte nur so lange beschäftigen müssen, wie sie zusätzliche Arbeitskräfte brauchen. Wenn die Arbeitskräfte nicht mehr gebraucht werden, verlassen sie den Betrieb und der Betrieb sie nicht mehr bezahlen. Würden sie selbst Arbeitskräfte selbst einstellen, wäre das teurer für die Betriebe.
Für die Leiharbeiter hat die Sache Vor-
und Nachteile. Der Vorteil ist, dass sie überhaupt eine Arbeit finden. Menschen, die zum Beispiel lange
arbeitslos sind, sind oft froh, wenn sie auch nur für eine begrenzte Zeit Arbeit haben.
Nachteilig ist, dass die Leiharbeiter weniger bezahlt bekommen als diejenigen, die in dem Betrieb fest angestellt sind. Nicht selten bekommen die Leiharbeiter so wenig Geld, dass sie zusätzlich Unterstützung vom
Staat beantragen müssen.
Oft wissen die Leiharbeiter gar nicht, wie lange sie in einem Betrieb arbeiten können. Das kann die Menschen sehr verunsichern.
Manche
Politiker, Sozialverbände und
Gewerkschaften beurteilen deshalb die Leiharbeit kritisch. Immer wieder hört man deshalb die Forderung, dass die Leiharbeiter den gleichen
Lohn wie ihre fest angestellten Kolleginnen und Kollegen bekommen.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid