Der neue Präsident der USA: Barack Obama
Heute tritt Barack Obama offiziell sein Amt als neuer Präsident der USA an.
Ein besonderer Präsident ![]()
Wahlsieger Barack Obama
© AP Photos Amtsantritt Mit der Vereidigung in der Bundeshauptstadt Washington D.C. beginnt heute um 12 Uhr Obamas Amtszeit. Er muss dann folgende Formel aufsagen: "Ich, Barack Obama, schwöre, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich ausüben und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften erhalten, schützen und verteidigen werde." Traditionell legt der Präsident seinen Eid auf die Bibel ab und sagt: "so help me God" ("so wahr mir Gott helfe"). Mit der Vereidigung nimmt der Präsident alle Rechte und Pflichten seines Amtes an. Das Wahlsystem der USAAnders, als viele meinen, wird der Präsident in den USA nicht direkt gewählt. Gewählt wird er indirekt, das heißt über Wahlmänner. Wie funktioniert das genau?Wahlmänner ![]()
Das Weiße Haus in Washington, D.C.: Amtssitz und offizielle Residenz des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika
© Tanja Nelles Anfang 2008 haben zunächst Vorwahlen stattgefunden. Es wurden damals in jedem der 50 Bundesstaaten eine bestimmte Anzahl an Wahlmänner und Wahlfrauen bestimmt. Die Zahl entspricht genau der Anzahl an Senatoren und Abgeordneten, die dieser Bundesstaat an Senatoren und Abgeordneten im Kongress (der amerikanischen Volksvertretung) hat. Diese Wahlmänner können aber nicht frei entscheiden, wen sie wählen. Sie müssen ihre Stimme demjenigen geben, der am 4. November 2008 von den Bürgerinnen und Bürger ihres Bundesstaates die Mehrheit erhalten hat. Erst wählt das Volk Am 4. November 2008 fand die entscheidende Wahl in den USA statt. Um an der Wahl zur Präsidentschaft teilnehmen zu können, müssen sich in den USA die Bürgerinnen und Bürger vorher "registrieren" lassen. Wer also wählen gehen will, muss zunächst in eine Wählerliste aufgenommen werden. Erst danach kann man seine Stimme abgeben. Nach der Schließung der Wahllokale werden in jedem Bundesstaat die Wählerstimmen ausgezählt und dann steht fest, welcher Kandidat in dem Bundesstaat die Mehrheit hat. Er bekommt dann alle Wahlmänner dieses Bundesstaates zugesprochen. Barack Obama, der für die Demokratische Partei kandidierte hatte mehr Wahlmänner- Tanja Hebenstreit / Christiane Toyka-Seid |