Am 1. Januar 2007 übernimmt Deutschland für ein halbes Jahr die Präsidentschaft in der Europäischen Union. Die deutsche Bundeskanzlerin leitet in dieser Zeit die Treffen der Staats-
und Regierungschefs (Europäischer Rat) und die deutschen Bundesminister führen den Vorsitz bei den Beratungen der Ministerräte (Rat der Europäischen Union).
Die Europaflagge, das Symbol der EU
Bundesbildstelle
Die Hauptaufgabe der Ratspräsidentschaft ist es, bei Streitfällen unter den EU-
Mitgliedsländern zu versuchen, einen Kompromiss zu finden. So wird zum Beispiel gerade diskutiert, wie es mit der EU-
Verfassung oder bei den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei weitergehen soll. Die Mitglieder der EU erwarten in diesen Fragen, dass die Ratspräsidentschaft, also Deutschland, gute Vorschläge macht, wie diese Probleme gelöst werden könnten. Außerdem vertritt die Ratspräsidentschaft die EU bei Verhandlungen mit anderen Staaten, die nicht zur Europäischen Union gehören. Und wenn etwas in der Welt passiert, was für die EU besonders wichtig ist, wird sich die deutsche Bundeskanzlerin dazu im Namen der EU äußern. Zu Beginn der Ratspräsidentschaft stellt die Bundeskanzlerin einen Arbeitsplan für die nächsten sechs Monate vor. Die Bürger können sich auf der Webseite
www.eu2007.de darüber informieren.
Portugal wird Deutschland in der zweiten Hälfte des Jahres 2007 in der EU-
Präsidentschaft ablösen.