Rosenmontag
Der Karnevalsmontag ist für die Närrinnen und Narren ein ganz wichtiger Feiertag. Dieser Montag wird vor allem im Rheinland "Rosenmontag" genannt. Woher der Namen kommt? Tja, vielleicht wegen der Blumen? (Aber die blühen da ja noch gar nicht!). Oder leitet sich das Wort doch vom Wort "rasen" ab, was so viel heißt wie lustig sein, ausgelassen sein, herumtoben?
Die meisten Fachleute meinen: alles falsch. Ein Blick in die Geschichte scheint hier Aufklärung zu bringen! Die "Rosenmontagsgesellschaft" Der Begriff Rosenmontag entstand in Köln. Hier hat man schon (fast) immer Karneval gefeiert. Aber zu Beginn des 19. Jahrhunderts (nämlich 1823) hat sich das "Festordnende Komitee" gegründet, um dafür zu sorgen, dass der Karneval nun endlich in geordneten Bahnen abläuft (bis dahin muss es wild zugegangen sein...). Dieses Komitee hielt jeweils am Montag nach dem dritten Sonntag vor Ostern seine Sitzung ab. Dieser Sonntag hieß Rosensonntag, weil an diesem Tag der Papst eine goldene Rose weihte, die er einer wichtigen Persönlichkeit überreichte. Nun – und dann hat sich das Komitee, das den Karnevalsumzug organisierte, nach seinem Versammlungstermin genannt: "Rosenmontagsgesellschaft". Und jetzt heißt also der Tag, an dem die Umzüge stattfinden, "Rosenmontag". (Manchmal ist es eben etwas komplizierter, an einen so schönen Namen heranzukommen!) Schunkeln und Kamelle ![]()
Frauen verkleidet als Clowns tanzen während der offiziellen Eröffnung des Strassenkarnevals in Köln am Weiberfastnacht 2007.
© AP Photos Narrensprünge Auch in Süddeutschland gibt es an Rosenmontag Umzüge, aber die sind anders als im Rheinland. Menschen mit Masken, die oft schaurig aussehen, ziehen durch die Straßen und veranstalten einen höllischen Lärm. Man nennt diese Umzüge "Narrensprünge". So – und nun – egal wo ihr seid: Wir wünschen euch Alaaf, helau, nari- Tanja Hebenstreit / Christiane Toyka-Seid |