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Stellt euch vor, ihr veranstaltet in der Schule einen Markt, auf dem ihr zum Beispiel Spielsachen, Sportgeräte oder Computerzubehör verkauft. Für das Geld könnt ihr dann bei euren Mitschülern verschiedene andere Dinge kaufen oder eure Ware gegen etwas anderes eintauschen. Wenn euch niemand Vorschriften darüber macht, was ihr verkaufen dürft und zu welchem Preis und zu welcher Qualität, so ist das die Grundidee der freien Marktwirtschaft. In einer Wirtschaftsordnung, die auf der freien Marktwirtschaft beruht, gelten folgende Grundsätze: Es gibt privates Eigentum und einen freien Markt, auf dem Anbieter und Käufer frei (ohne politische oder staatliche Eingriffe) handeln können. Das ist das Prinzip von "Angebot und Nachfrage". Diese Grundsätze sind vor allem in demokratischen Staaten gegeben, wo Freiheitsrechte in der Verfassung garantiert sind. Die Wirtschaftsordnung in Deutschland ist die "soziale Marktwirtschaft".
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid FAQ / Häufig gestellte Fragen(Frequently Asked Questions - das ist die englische Übersetzung von "häufig gestellte Fragen")
Wie gestaltet sich die Entwicklung hin zur freien Marktwirtschaft? Antwort der Redaktion:
Hallo Alicia, die freie Marktwirtschaft setzte sich mit der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts durch. Ein Vorreiter der Entwicklung war England, wo es auch heute noch wie in allen Ländern Westeuropas eine freie Marktwirtschaft gibt. In Deutschland tritt diese aber heute in der Form der sozialen Marktwirtschaft auf. Dazu haben wir hier im Kinderlexikon von Hanisauland auch einen eigenen Artikel. Die wichtigsten Gedanken zur freien Marktwirtschaft hat der schottische Philosoph Adam Smith formuliert. Oben in unserem Artikel und in den Antworten auf die Fragen von anderen Kindern findest du viele weitere Informationen Wie erkäre ich Angebot und Nachfrage? Antwort der Redaktion:
Hallo Kevin, schau Dir oben das Beispiel mit dem Verkaufsmarkt in der Schule an. Stell Dir vor, Du hättest auch einen Verkaufsstand. In Deinem Angebot - In welchen Ländern herrscht heute noch die Zentralverwaltungswirtschaft? Antwort der Redaktion:
Hallo Elisa, es gibt auch einen Eintrag zum Stichwort Zentralverwaltungswirtschaft in diesem Lexikon. Lies dir doch mal diesen Artikel durch und auch die Antworten, die wir dort bereits gegeben haben. eure weiteren Fragen dazu...
Was ist die Funktion der freien Marktwirtschaft ?
Antwort der Redaktion:
Hallo Anna, die Freie Marktwirtschaft ist ein Wirtschaftssystem, das die Freiheit des Individuums sehr wichtig nimmt und regulierende Eingriffe des Staates in das wirtschaftliche Geschehen kritisch sieht. Die Grundannahme dieses Wirtschaftssystems ist, dass sich auf dem freien Markt die Preise für Waren aller Art (also für Konsumgüter ebenso wie für Dienstleistungen) im Wechselspiel von Angebot und Nachfrage zum allgemeinen Besten entwickeln. Mehr haben wir dazu oben in unserem Artikel und in den Antworten auf die Fragen von anderen Nutzern unserer Seite geschrieben. Was sind pro und kontra argumente für eine freie Marktwirtschaft? Antwort der Redaktion:
Hallo Hye- Herrscht auf Floh- Antwort der Redaktion:
Hallo Anton, ja, das kann man so sagen. Auch auf diesen Märkten bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis im Sinne der freien Marktwirtschaft. Wie lässt sich das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Staat mithilfe dieser Kreise erklären? Antwort der Redaktion:
Hallo Amanda, leider hast du uns nicht geschrieben, was für Kreise du meinst. Vorstellen könnten wir uns eine Darstellung von zwei Kreisen – ein Kreis steht für den Staat und einer für die Wirtschaft. In der Theorie sollten sich bei der freien Marktwirtschaft die Kreise nicht berühren, da der Staat keinen Einfluss nehmen darf auf das Wirtschaftsgeschehen. Meine Frage zur Marktwirtschaft und Zentral- In der Sowjetzone waren doch ebenfalls mehrere Geschäfte in einer Stadt, die Bücher, Schallplatten oder Obst angeboten hatten. Es müsste sich doch hier ebenfalls um Marktwirtschaft gehandelt haben oder verstehe ich die Bezeichnung falsch? Antwort der Redaktion:
Hallo Fritzi, nur weil es in der DDR in einer Stadt mehrere Geschäfte geben konnte, die das gleiche angeboten haben, bedeutet das nicht, dass es sich bei der DDR um eine Marktwirtschaft gehandelt hat. Denn zur Marktwirtschaft gehört der Wettbewerb, beispielsweise durch unterschiedliche Festlegung der Preise in verschiedenen Geschäften, durch Werbung, Sonderangeboete etc. Die Wirtschaft der DDR war aber zentral geregelt und geplant. Daher gab es auch keinen fairen Wettbewerb, selbst wenn es mehrere Geschäfte in einer Stadt gab. Der Staat bestimmte die Güterverteilung und legte fest, was wann und wo verkauft werden durfte. Käufer aber auch Verkäufer waren dem ausgeliefert. hallo ich finde politik sehr spannend also hätte ich mal eine kleine frage signalfunktion, orientierungsfunktion lenkungsfunktion was bedeuten diese wörter? keine konnte die mir definieren!!ALSO WÄRE DAS SEHR NETT!!!! ICH BEDANKE MICH DANN MAL!SCHÖNEN TAG NOCH Antwort der Redaktion:
Hallo CONNI KUNKEL, das sind die sogenannten Preisfunktionen. Ein Preis zeigt in der Wirtschaft den Wert eines Gutes an, er dient als Wertmaßstab. SIGNALFUNKTION: Je höher der Preis eines Gutes, um so knapper ist das Gut. Der Preis zeigt in diesem Moment die Verfügbarkeit des Gutes an. Ein Beispiel: Durch starke Nachtfröste im Frühjahr gibt es in Deutschland nur sehr wenige Kirschen. Deswegen ist der Preis für die wenigen Kirschen sehr hoch. In diesem Moment zeigt der hohe Preis an (Signal), dass die Kirschen ein knappes Gut sind. Der Preis signalisiert aber auch den Unternehmern, dass sie ein gutes Geschäft machen könnten, wenn sie Kirschen aus einem anderen Land importieren würden. ORIENTIERUNGSFUNKTION: Die Unternehmer orientieren sich an dem Preis und passen ihre Importe oder Produktionsweisen an. Dies geschieht zum Beispiel durch den Anbau von frostresistenten Kirschensorten oder dem Import aus Israel. STEUERUNGSFUNKTION: Durch den Preis kann das Kaufverhalten der Konsumenten gesteuert werden. Man geht davon aus, je niedriger der Preis einer Ware ist, um so mehr Menschen werden die Ware kaufen. Zwar sind die Kirschen erfroren, dafür gibt es aber Unmengen an Aprikosen in diesem Jahr. Die Supermarktkette "Hansemann" bietet das Kilo Aprikosen 1 Euro günstiger an, als die Konkurrenz in der Stadt. Alle Leute rennen zu "Hansemann", um die supergünstigen Aprikosen zu kaufen. Nach acht Stunden sind die Aprikosen bei "Hansemann" ausverkauft - Also wenn ich das jetzt richtig verstande habe gibt es in keinem Land die ganze freie Marktwirtschaft mehr oder? Wir haben diese doch in Verbindung mit der sozialen Marktwirtschaft.....hier in Deutschland...? Antwort der Redaktion:
Hallo Sabrina, die freie Marktwirtschaft gibt es durchaus z.B. in allen westlichen Demokratien. Aber sie wird unterschiedlich "gestaltet". In Deutschland ist sie als soziale Marktwirtschaft gestaltet. Die Grundprinzipien gelten aber überall: Garantie des Eigentums, ein freier Markt, der die Absichten aller Anbieter und Nachfrager (also der Käufer und Verkäufer) widerspiegelt. In der freien Marktwirtschaft ist die Konsumfreiheit garantiert, also dass jeder die in der Art und Menge konsumieren kann, die er selbst bestimmt, aber was ist der Unterschied zur sozialen Marktwirtschaft? Antwort der Redaktion:
Hallo Rene, der Unterschied liegt darin, dass in der Sozialen Marktwirtschaft Gesetze gelten, die die Freie Marktwirtschaft ein wenig einschränken, um sozialpolitische "Korrekturen" vorzunehmen. Soziale Härten, die in der Freien Marktwirtschaft leicht entstehen können, sollen abgefedert werden. Deswegen ist bei uns auch das Prinzip des Sozialstaates so wichtig. was hat adam smith so wichitg gemacht? wer war er? Antwort der Redaktion:
Hallo Klaus, Adam Smith war ein englischer Philosoph und Ökonom (Wirtschaftswissenschaftler) der im 18. Jahrhundert gelebt hat (1723- www.planet- Viel Erfolg! Also dachte da an die Stellung des Einzelnen und wie die Gesellschaft allgemein zu der freien MArktwirtschaft steht! Also was sie von ihr halten? Antwort der Redaktion:
Hallo Lenny, was die einzelnen Menschen von der Freien Marktwirtschaft halten oder wie die Gesellschaft insgesamt dazu steht, ist natürlich schwierig zu sagen. Da müsste man die Menschen befragen. Man kann sich aber die Frage stellen, wie die Stellung des Einzelnen in der Freien Marktwirtschaft aussieht. Von der Idee her ist es so, dass jeder frei ist, so wie er oder sie möchte, am Marktgeschehen teilzunehmen, jeder kann Verträge so schließen wie er möchte, Dinge kaufen oder verkaufen, so wie es in seinen Möglichkeiten steht. Das hat viele Vorteile. Allerdings kann es auch sein, dass manche Menschen damit nicht gut zurecht kommen, dass sie von sozialen Härten getroffen werden. Da sorgt dann in der Sozialen Marktwirtschaft der Staat durch bestimmte Gesetze dafür, dass solche Härten abgemildert werden - Welche Rolle fällt dem Staat im System der freien Marktwirtschaft zu? Antwort der Redaktion:
Hallo Annette, in der freien Marktwirtschaft greift der Staat in das Marktgeschehen direkt nicht ein. Aber der Staat stellt z.B. sicher, dass das Eigentum garantiert ist, dass es die private Verfügungsgewalt über Produkte und Produktionsmittel gibt. Er sorgt also dafür, dass die Rahmenbestimmungen stimmen, in denen sich das Marktgeschehen entwickeln kann. Gibt es heute noch Länder mit freier Marktwirtschaft? Antwort der Redaktion:
Hallo Andre, die Grundzüge, also die Prinzipien der freien Marktwirtschaft gibt es in sehr vielen Ländern, vor allem in den rechtsstaatlichen Demokratien. Dort sind die Prinzipien der Wettbewergs- Noch Fragen?
Wir wünschen euch ein schönes Wochenende!
Von Montag bis Freitag könnt ihr hier wieder eure Fragen stellen. |