|
Kabinett Kalter Krieg Kämmerer/in Kampfverbände Kandidat/in Kanzlerdemokratie Kanzlermehrheit Kapitalismus Kapitalmarkt /Geldmarkt Kartell Katastrophenschutz Kernenergie / Atomenergie Kinder- und Jugendhilfe Kinderarbeit Kinderarmut Kindergeld Kinderhandel Kinderheim / Jugendheim (Heimerziehung) Kinderhilfswerk Kinderkommission Kinderrechte / Kinderrechtskonvention Kinderschutzbund Kindersoldaten Kirchensteuer Klausurtagung /-sitzung Klima / Wetter Klonen Koalition Kodex Kollateralschaden Kolonialismus / Kolonien Kommission Kommunalwahl Kommunikation Kommunismus Kompetenz Kompromiss Konflikt Konjunktur Konkurrenz Konsens Konservatismus Konstituierende Sitzung Konsum Konto Konvention Konzentrationslager (KZ) Konzern Körperschaft Korruption Kredit Krieg Kriegsrecht Kriegsverbrechen Krise / Krisenstab Kultur Kultusministerkonferenz Kumulieren Kuratorium Kurzarbeit / Kurzarbeitergeld Kollateralschaden
Im Kriegsrecht ist festgelegt, dass im Krieg nur militärische Ziele angegriffen werden dürfen. Damit sind Militärlager, Flughäfen, Munitionsfabriken und ähnliche Einrichtungen gemeint. Angriffe auf die Zivilbevölkerung, auf Krankenhäuser, Schulen und Wohnhäuser sind strengstens verboten. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Menschen zum Beispiel durch Bombenangriffe ihr Haus verlieren und verletzt oder getötet werden. Für ein solches Geschehen hat die NATO im Kosovokrieg 1999 das Wort "Kollateralschaden" gebraucht. Solch ein "Kollateralschaden" gilt nur dann nicht als Kriegsverbrechen, wenn er bei einem Angriff auf ein militärisches Ziel als "Nebenwirkung" entstanden ist und nicht beabsichtigt war. Diese sogenannten "Nebenwirkungen" dürfen nicht zu groß sein. Ob sie groß sind, wird daran gemessen, welchen Erfolg man durch den Angriff auf das militärische Ziel erzielt hat.
Das Wort "Kollateralschaden" klingt fast beschönigend und beschreibt dabei doch ein grausames Kriegsgeschehen. Daher wurde es 1999 von der Gesellschaft für Deutsche Sprache e.V. zum "Unwort des Jahres" gewählt, weil es den Eindruck erweckt, als wären auch Menschen eine Sache. Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid Noch Fragen?
Wir wünschen euch ein schönes Wochenende!
Von Montag bis Freitag könnt ihr hier wieder eure Fragen stellen. |