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Der Staat hat, wie jeder Privathaushalt, eine Menge Ausgaben. Der Staat bezahlt zum Beispiel den Straßenbau, die Verwaltungsbeamten, Arbeitslosen-
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid eure Fragen dazu...
Warum kann Staatsverschuldung eine steigende Staatsquote auslösen? Was wird geschädigt durch die steigende Staatsquote? Vielleicht ein Beispiel? Danke schön!
Antwort der Redaktion:
Hallo Ellie, folgendes Beispiel könnte dir beim Verständnis der Staatsquote helfen: Im Text oben steht ja bereits, dass bei einem BIP von zwei Milliarden Euro und Staatsausgaben von einer Milliarde Euro die Staatsquote bei 50 Prozent liegen würde. Bleibt das BIP gleich, aber der Staat gibt mehr Geld aus, steigt die Staatsquote: Würde er zum Beispiel 1,5 Milliarden Euro ausgeben, läge die Staatsquote bei 75 %. 75 % des BIP kämen also durch die Ausgaben des Staates zustande. Aber nicht einmal Wirtschaftswissenschaftler sind sich einig darüber, ob es besser ist eine sinkende oder steigende Staatsquote zu haben. Vereinfachend kann man sagen, dass es zwei Positionen gibt: die angebotsorientierte und die nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik. Anhänger der Angebotsorientierung glauben, es sei das beste, wenn der Staat möglichst auf Eingriffe in den Markt verzichtet. Sie fordern daher auch eine Senkung der Staatsquote. Die kann dadurch erreicht werden, dass der Staat seine Ausgaben reduziert, indem er zum Beispiel weniger Geld für öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder ausgibt. Die Anhänger der nachfrageorientierten Politik hingegen sind der Meinung, dass wir einen aktiven Staat brauchen. Sie fordern, dass der Staat mehr Investitionen durchführen soll, also zum Beispiel mehr Schwimmbäder bauen , weil das Arbeitsplätze schafft. Sie wollen, dass die Staatsquote steigt. Noch Fragen?
Wir wünschen euch ein schönes Wochenende!
Von Montag bis Freitag könnt ihr hier wieder eure Fragen stellen. |