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In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts entstanden in vielen Ländern Protestbewegungen, die von Studentinnen und Studenten an den Universitäten ausgingen. Der Protest begann in den USA mit heftigen Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg. Auch in der Bundesrepublik Deutschland bildete sich eine solche "Studentenbewegung". Die Studierenden demonstrierten zunächst vor allem gegen die schlechten Studienbedingungen an den Hochschulen. Als 1966 die Parteien CDU/CSU und SPD gemeinsam eine Regierung (Große Koalition) bildeten, weiteten sich die Proteste aus. Immer mehr junge Menschen schlossen sich an, wöchentlich gab es Demonstrationszüge durch die Städte. Die Jugendlichen protestierten gegen die von der Regierung geplanten Notstandsgesetze. Zudem kritisierten sie die Pressekonzentration. Sie befürchteten, dass der Springer-
Diese Bewegung, die ihre Proteste vor allem durch Demonstrationen und öffentlichkeitswirksame Aktionen zum Ausdruck brachte, bezeichnete sich auch als "außerparlamentarische Opposition" (APO). Weil während der großen Koalition die Opposition im Bundestag nur geringe Einflussmöglichkeiten hatte, wollten die Studierenden Opposition außerhalb des Parlaments (außerparlamentarisch) zeigen. Doch es wurde nicht nur Kritik an politischen Entwicklungen geübt. Die Studentenbewegung, die auch "68er- Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid eure Fragen dazu...
Hallo,
ich wollte nachfragen, was genau schlecht an Hochschulen war, außer dass sie eventuell überfülllt gewesen waren. Danke. Antwort der Redaktion:
Hallo Pseudo, viele Studenten warfen ihren Professoren, Lehrern und Eltern vor, dass sie nicht über die Zeit des Nationalsozialismus redeten und dass sie nicht bereit waren, dieses Kapitel der deutschen Geschichte aufzuarbeiten. Am Anfang ging es den Studenten vor allem um ihre Studienbedingungen, wie zum Beispiel überfüllte Hörsäle, zu wenig und unkritisches Lehrpersonal und schlechte und veraltete Materialien. Später waren aber allgemeine politische und gesellschaftliche Veränderungen die Forderungen der Studentenbewegung. Man kann aber schon sagen, dass sich die Bedingungen für das Studieren seit 1970 deutlich verbesserten. Neue Universitäten wurden gebaut und viele zusätzliche Stellen für Professoren und Wissenschaftliche Mitarbeiter eingerichtet. Dazu kamen Förderprogramme wie das Bafög (dazu haben wir hier im Lexikon einen eigenen Artikel), die es immer mehr jungen Menschen ermöglichten, ein Studium aufzunehmen. Noch Fragen?
Wir wünschen euch ein schönes Wochenende!
Von Montag bis Freitag könnt ihr hier wieder eure Fragen stellen. |