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Stimmzettel für die Bundestagswahl 2009
© mts Mit der Erststimme, also in der linken Spalte auf dem Wahlzettel, kann der Wähler einen Kandidaten oder eine Kandidatin aus dem eigenen Wahlkreis (davon gibt es in Deutschland 299) direkt wählen. Vielleicht kennt er sie persönlich und hofft, dass sie sich besonders für seine Stadt oder sein Dorf einsetzt. Diese "Direktkandidatin" muss auch gar nicht zur gleichen Partei gehören, die der Wähler mit der Zweitstimme gewählt hat. Auf jeden Fall darf in beiden Spalten nur ein Kreuz für die Erst- Noch eine Information für Spezialisten: Dieses oben beschriebene System für die Bundestagswahl wird "Personalisierte Verhältniswahl" genannt. Es ist eine Mischform aus einem einfachen Mehrheits- Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid FAQ / Häufig gestellte Fragen(Frequently Asked Questions - das ist die englische Übersetzung von "häufig gestellte Fragen")
Hallo ich habe eine Frage und zwar wie werden die Parteien finanziert? Antwort der Redaktion:
Hallo Funda, Parteien in Deutschland finanzieren sich aus verschiedenen Quellen. Sie erhalten einerseits Mitgliedsbeiträge, Spenden und Erträge aus Unternehmen, die den Parteien gehören. Der SPD gehören zum Beispiel einige Regionalzeitungen. Andererseits gibt es zusätzlich eine staatliche Parteienfinanzierung aus Steuergeldern. Diese Gelder erhalten die Parteien je nach den jeweiligen Wahlergebnissen und der Höhe von Spenden und Mitgliedsbeiträgen, die sie sammeln konnten. Allerdings erhalten nur solche Parteien Geld, die bei Europa- hallo könnt ihr mir die 5 Wahlgrundsätze nennen vielen dank maik Antwort der Redaktion:
Hallo maik, der erste Grundsatz ist die Allgemeine Wahl. Das bedeutet, dass jeder Wahlberechtigte wählen kann. Der zweite Grundsatz lautet: Unmittelbare Wahl, was bedeutet, dass jede abgegebene Stimme auch wirklich Auswirkungen auf die Wahl haben muß. Der dritte Grundsatz ist die Freie Wahl: Jeder Wähler darf denjenigen wählen, den er oder sie wählen möchten. Als vierter Grundsatz gilt die Gleiche Wahl. Das heißt wiederum, dass jede Stimme gleich viel zählt, also unabhängig von Alter, Geschlecht, o.a. gewertet wird. Der fünfte und damit letzte Grundsatz ist die Geheime Wahl: Jeder darf für sich wählen und es kann und darf nachher nicht herausgefunden werden, wer wen gewählt hat. Ab wann sind Stimmen ungültig Antwort der Redaktion:
Hallo Sinem, ein Stimmzettel ist dann ungültig, wenn er nicht den Regeln gemäß ausgefüllt wurde. Zum Beispiel wenn ein Wort darüber geschrieben ist oder wenn man mehr als die angegebene Zahl an Kreuzen macht. also, ich bin da ganz verwirrt. Ich hab deswegen mehrere Fragen: 1. Treten mehrere Abgeordnete einer Partei bei der Mehrheitswahl an? 2. Kann es sein, dass ein Abgeordneter der Partei C (mehrheitswahl) gewählt wird, aber die Partei A (verhältniswahl) gewinnt??? Bitte antwortet mir schnell, denn es ist mir sehr wichtig. Antwort der Redaktion:
Hallo daniel, 1. wenn es ein reines Mehrheitswahlsystem gibt (wie zum Beispiel in England), dann tritt in jedem Wahlkreis von jeder Partei ein Kandidat als Direktkandidat an. Derjenige, der dann im Wahlkreis die meisten Stimmen bekommt, ist gewählt (also ein Abgeordneter von jedem Wahlkreis ist gewählt). Es gibt also viele Kandidaten einer Partei, die antreten - 2. Wenn es ein Mehrheitswahlsystem gibt, dann gewinnt nur derjenige, der die Mehrheit der Stimmen hat. Das kann nur einer sein (bei Gleichheit der Stimmen gibt es eine Stichwahl). Bei der Bundestagswahl gibt es ein Mischsystem - Hallo!!! Könnt ihr mit etwas zu das "Mehrheitswahlrecht" und "Verhältniswahlrecht" erklären. Haben das gerade in Politik und ich kapiere echt null. Und warum wird das eigentlich in der BRD angewendet??? Antwort der Redaktion:
Hallo Friederike, für die Frage, wer in ein Parlament gewählt wird, ist es wichtig zu wissen, wie, nach welchem System gewählt wird. Es gibt das Mehrheitswahlrecht und das Verhältniswahlrecht (und einige Mischformen). Zum Mehrheitswahlrecht (das gilt zum Beispiel in Großbritannien): In jedem Wahlbezirk (das Land hat viele Wahlbezirke, in denen gewählt wird, dies ist aus organisatorischen Gründen sinnvoll) treten zum Beispiel drei Kandidaten oder Kandidatinnen an: eine von der Partei A, einer von der Partei B, einer von der Partei C. Nach dem Mehrheitswahlrecht ist derjenige gewählt, der von den meisten Wählerinnen und Wählern erhalten hat. Im Beispiel: Kandidatin der Partei A hat 60 Prozent, der Partei B hat 35 Prozent und der Partei C hat 15 Prozent. A ist gewählt, B und C werden nicht ins Parlament kommen. Wenn du jetzt nachrechnest siehst du: A hat die meisten Stimmen und auch die Mehrheit aller Stimmen (denn mehr als 50 Prozent ist auf jeden Fall die Mehrheit). Jetzt kann es aber auch sein, dass A 40 Prozent hat, B 35 Prozent und C 25 Prozent. Auch dann hat A gewonnen, weil er die meisten Stimmen hat (diesmal nicht die Mehrheit der Stimmen). Obwohl B und C zusammengenommen mehr als 50 Prozent haben, ist A gewählt. Mehr noch: die Stimmen, die für B und C abgegeben wurden, zählen gar nichts, fallen unter den Tisch. So - eure weiteren Fragen dazu...
geben bei dem mehrheitswahlrecht A,B,C
zusammen 100%? Ich verstehe das nicht. Antwort der Redaktion:
Hallo Lena, schau dir doch mal unsere Antwort auf die Frage von Friederike, 14 in den FAQ an. Da haben wir das Mehrheitswahlsystem ausführlich erklärt. Wenn du dann noch eine Frage hast, kannst du uns gerne noch einmal schreiben. Was ist denn die Verhältniswahl,die Mehrheitswahl und das personalisierte Verhältniswahlsystem? Ihr sprecht hier nur von Mehrheitswahlrecht und Verhältniswahlrecht. Bitte helft mir. Antwort der Redaktion:
Hallo Lisa, in unserem Artikel und in der Antwort auf die Frage von Friederike, 14 in den FAQ haben wir die drei unterschiedlichen Systeme genau beschrieben. Lies dir das doch noch ein mal in Ruhe durch. Wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns gerne noch ein mal schreiben. Könnt ihr mir sagen, was der Unterschied von einem personalisierten verhältniswahlsystem und dem Verhältniswahlrecht ist? Ich verstehe das trotz eures Artikels nicht. Bitte helft mir. Antwort der Redaktion:
Hallo Lara, schau dir doch mal unsere Antwort an Friederike, 14 in den FAQ an. Da haben wir das Mehrheitswahlrecht genau erklärt. Und dann lies noch einmal, was wir in unserem Artikel zum personalisierten Verhältniswahlrecht in der Bundesrepublik Deutschland geschrieben haben. Dann sollte dir der Unterschied eigentlich klar sein. Was sind denn die 3 Wahlsysteme,die es gibt? Antwort der Redaktion:
Hallo Anna, lies dazu mal unseren Text oben und auch unsere Antwort an Friederike, 14 in den FAQ. Da haben wir das genau erklärt. Was sind Erträge? Antwort der Redaktion:
Hallo Susanne, der Ertrag drückt aus, wie viel in einem bestimmten Zeitraum erwirtschaftet wurde. Der Ertrag ist das Ergebnis einer wirtschaftlichen Leistung. Ihm gegenüber steht der Aufwand, der für diesen Ertrag geleistet werden muss. Gut kann man den Ertrag am Beispiel der Landwirtschaft erklären: Hier misst der Bauer, wie viel Hafer, Mais oder Weizen er pro Quadratmeter erntet. Das ist dann der Ertrag. Was macht der Direktkandidat? Er kommt ja nicht in den Bundestag, oder? Antwort der Redaktion:
Hallo Lisa, der Direktkandidat ist zunächst nur ein Kandidat, der sich zur Wahl in einem Wahlkreis aufstellt. Bekommt er in seinem Wahlkreis die Mehrheit, so hat er das so genannte Direktmandat und zieht in das Parlament, bei einer Bundestagswahl in den Bundestag, ein. Noch Fragen?
Wir wünschen euch ein schönes Wochenende!
Von Montag bis Freitag könnt ihr hier wieder eure Fragen stellen. |