Das Recht auf Leben (Artikel 6)Diesen Artikel haben fast alle Staaten der Welt unterschrieben. Damit haben die Staaten gesagt: Jedes Kind hat das Recht darauf zu leben!
Die Situation weltweit Viele Millionen Kinder leben unter erbärmlichen Bedingungen. Etwa zehn Millionen Kinder haben kein Zuhause, sondern sind auf der Flucht. Gemeinsam mit ihren Eltern oder alleine mussten sie ihr Dorf oder ihre Stadt verlassen. Daran können Kriege schuld sein oder Naturkatastrophen. Es kann sein, dass die Eltern verfolgt werden, weil sie eine andere Religion, eine andere Nationalität oder eine andere politische Meinung haben als die Mehrheit der Bevölkerung. Wenn Erwachsende verfolgt werden, trifft es immer auch die Kinder. Eine andere Bedrohung für das Leben von Kindern sind Krankheiten. Noch immer sterben in Entwicklungsländern jedes Jahr Millionen von Kindern an Krankheiten, die durch sauberes Wasser und bessere Hygiene verhindert werden könnten. Wenn es mehr Ärzte und mehr Essen für alle gäbe, könnten ebenfalls mehr Kinder überleben. Sehr viele Kinder müssen auch sterben, weil ihre Mütter Aids haben. Das Virus überträgt sich bei der Geburt auf die Kinder. Das Kinderhilfswerk UNICEF hat festgestellt, dass im Jahr 2006 fast 10 Millionen Kinder weltweit gestorben sind. Im Jahr 1990 waren es noch 13 Millionen Kinder. Die Hilfsmaßnahmen wie Impfen, Toiletten bauen oder Ärzte in die Dörfer schicken wirken also, wenn auch noch nicht überall. Am schlechtesten sind die Überlebenschancen für arme Kinder weiterhin in ländlichen Gebieten der Entwicklungsländer. Allein in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara sterben jedes Jahr 4,8 Millionen Kinder, in Südasien sind es 3,1 Millionen. Besonders hoch ist die Kindersterblichkeit in West- Von 1000 Kindern unter fünf Jahren sterben jährlich: ![]()
© Stefan Eling
In den Industrieländern sterben im Durchschnitt sechs Kinder von 1000 Neugeborenen vor ihrem fünften Geburtstag, meistens durch einen Unfall. Beispiel Afrika ![]()
© Spiegel Karte
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Die Situation in Deutschland Etwa eine Million Kinder in Deutschland sind von Armut betroffen, also jedes siebte Kind. Das liegt daran, dass seine Eltern arm sind. Armut ist in Deutschland etwas anderes als Armut in einem Entwicklungsland. Wo Armut anfängt, ist gar nicht so einfach zu sagen. Dazu berechnet man, wieviel Geld jemand, der arbeitet, im Durchschnitt pro Monat zur Verfügung hat. Das sind etwa 1200 Euro. Wer weniger als 60 Prozent davon hat (das sind also 720 Euro oder weniger), gilt als arm. ![]()
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Denn obwohl Deutschland ein reiches Land ist, leben viele Kinder in Armut. In einer normalen Schul- ![]()
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© Deutscher Kinderschutzbund, Marburg
Wenn es bei den Eltern finanziell eng wird, merken das natürlich auch die Klassenkameraden. ![]()
© Die Arche – Berlin Hellersdorf
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© Arche Berlin
Wortlaut von Artikel 6
Was bedeutet dieses Recht? Jedes Kind hat das Recht auf Leben. Das klingt sehr einfach. Trotzdem muss das extra betont und von den Regierungschefs unterschrieben werden. Denn das Recht meint auch: Jedes Kind hat einen Anspruch darauf, dass die Lebensbedingungen so sind, dass es auch am Leben bleiben kann. Es braucht also Wasser, Essen, Medikamente, Kleidung, ein Dach über dem Kopf und eine Ausbildung. Die Staaten, die die Kinderrechte anerkannt haben, wollen Kindern solche Lebensbedingungen schaffen. Links Wenn ihr armen Kindern in aller Welt helfen wollt, könnt ihr euch von der "Global Gang" beraten lassen. Hier könnt ihr sie kennenlernen: "Global Gang" Klickt dort auf "Go active". Die "Global Gang" gibt euch Tipps, wie ihr Geld sammeln könnt, das dann über das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" gespendet werden kann. |