Kinderrechte bekannt machen (Artikel 42)Diesen Artikel haben fast alle Staaten der Welt unterschrieben. Damit haben sich die Staaten verpflichtet, alle Kinder und alle Erwachsenen darüber zu informieren, dass es die Kinderrechte gibt und was in ihnen steht.
Die Situation weltweit Die Kinderrechtskonvention – so heißt die Sammlung der Kinderrechte offiziell – wurde im November 1989 auf dem Weltkindergipfel in New York beschlossen. Viele Länder hatten Kinder dorthin geschickt. Es waren Kinder, die schon bei einer Hilfsorganisation wie UNICEF oder terre des hommes mitmachten oder von einer solchen Organisation betreut wurden. Von New York aus trat die Kinderrechtskonvention ihren Weg um die Welt an. Denn was dort beschlossen worden war, musste noch von den verschiedenen Staaten unterschrieben werden (man sagt dazu auch: es musste "ratifiziert" werden). Erst danach haben die Rechte im jeweiligen Land Gültigkeit. Fast alle Länder der Welt haben die Kinderrechtskonvention inzwischen unterschrieben. Nur zwei Länder fehlen: Somalia und die USA. Die Kinderrechte sind wichtig, auch wenn sie bisher kaum irgendwo vollständig eingehalten werden. Dank der Kinderrechtskonvention verstehen heute mehr Menschen, was die Entwicklung von Kindern gefährden kann und was man dagegen unternehmen muss. Kinder werden heute ernster genommen als noch vor zwanzig Jahren. Sie beteiligen sich mehr am Leben in der Gesellschaft als früher. Wie gut Kinder in den verschiedenen Ländern ihre Rechte kennen, weiß niemand genau. Wohl nirgends ist es so, dass alle gleich gut informiert sind. Aber es gibt viele Projekte, in denen Kinder von ihren Rechten erfahren. ![]()
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Aus allen Ländern kamen Kinder, Politiker und Vertreter von Hilfsorganisationen wie unicef. Mehrere Tage lang saßen alle im Gebäude der UNO zusammen, dort, wo sonst die Politiker miteinander sprechen. ![]()
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Kinderarbeit und Ausbeutung, Armut und Meinungsfreiheit, das Recht, gehört zu werden, wenn Politiker Entscheidungen treffen und vieles andere mehr. ![]()
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Bei einer großen Demonstration konnten auch die New Yorker erleben, worum es auf dem Weltkindergipfel ging. ![]()
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Die Situation in Deutschland Bei uns wissen noch längst nicht alle Kinder, dass es Kinderrechte gibt. Dabei bemühen sich viele Organisationen, die Rechte bekannter zu machen. Das sind zum Beispiel UNICEF, die Kindernothilfe oder das Deutsche Kinderhilfswerk. Sie und viele andere stellen Broschüren zur Verfügung, informieren über Kinderrechte. Deutschland hat die Kinderrechtskonvention als einer der ersten Staaten 1992 unterschrieben. Allerdings mit Vorbehalten. Das heißt, dass einige Passagen aus der Rechte- Alle fünf Jahre müssen die Staaten Rechenschaft ablegen, ob sie die Pläne, die sie zum Wohl ihrer Kinder gemacht haben, eingehalten haben. Wenn nicht, folgt allerdings nichts daraus. Denn bis jetzt ist es eine freiwillige Sache, ob die Kinderrechte durchgesetzt werden oder nicht. Seit Herbst 2007 bemühen sich verschiedene Gruppen darum, dass die Kinderrechte ins Grundgesetz übernommen werden. Dann dürfte es keine Gesetze mehr geben, die sie missachten. 24- In verschiedenen Städten gibt es inzwischen den 24StundenLauf. Dabei wollen Kinder auf die Kinderrechte aufmerksam machen. Teams laufen 24 Stunden lang im Stadion, wechseln so oft sie wollen, Sponsoren bezahlen für jeden gelaufenen Kilometer. Mit dem Geld werden Projekte unterstützt werden, die Kinderrechte verwirklichen. ![]()
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Mit dabei ist Luis, vorne im gestreiften Hemd. Er gehört zum Team "Running Gags". ![]()
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Man muss schon viele Leute sammeln, die einen unterstützen… ![]()
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Man läuft halt für Kinder, für Kinderrechte besser gesagt… ![]()
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Auch der Papa ist dabei… ![]()
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Wortlaut von Artikel 42 Die Vertragsstaaten verpflichten sich, die Grundsätze und Bestimmungen dieses Übereinkommens durch geeignete und wirksame Maßnahmen bei Erwachsenen und auch bei Kindern allgemein bekannt zu machen. Was ist damit gemeint? Was nützen die schönsten Rechte, wenn niemand sie kennt? Gar nichts! Deshalb steht in der Kinderrechtskonvention auch, dass die Staaten die Kinderrechte bekanntmachen müssen. Alle Kinder sollen erfahren, welche Rechte sie haben. Und auch Erwachsene müssen das wissen: allen voran Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Politikerinnen und Politiker. Denn aus den Rechten der Kinder ergeben sich für sie ja Pflichten. Außerdem können Erwachsene Kindern helfen, auf ihren Rechten zu bestehen, wenn es einmal Schwierigkeiten geben sollte. Links Wenn du dich dafür interessierst, welche Forderungen beim Weltkindergipfel 2002 aufgestellt wurden, kannst du dich hier informieren: www.bmfsfj.de Die Hilfsorganisation terre des hommes unterstützt Kinder, die sich gemeinsam in kleinen Gruppen für Kinderrechte engagieren möchte. Hier findest du mehr über die Kinderrechtsteams. Wenn du die Kinderrechte noch einmal nachlesen möchtest, wirst du hier fündig: Kindersache Auch auf dieser Seite findest du einiges zu den Kinderrechten: www.unicef.de, ebenfalls hier: www.tivi.de und hier: www.kinder- Auf der Seite webarchiv.bundestag.de stellt sich die Kinderkommission des Deutschen Bundestags vor.. |